Todesanzeige aufgeben

Bei Todesfällen kommen viele Fragen auf die Hinterbliebenen zu. Eine dieser Fragen ist wahrscheinlich, wie die Todesanzeige oder später die Danksagung gestaltet werden soll. Hier finden Sie hilfreiche Ratschläge zur Gestaltung, Aufgabe und den Kosten von Anzeigen.

Durch die Todesanzeige informieren Sie die Oeffentlichkeit über den Todesfall. Sie können sich an feste Formulierungen halten oder aber eine persönliche Anzeige gestalten. Sobald Ort, Datum und Zeit der Abdankung vorliegen können Sie den Auftrag einer Druckerei übergeben, wenn Sie die Todesanzeige in einer Zeitung veröffentlichen übernimmt die Druckerei der Zeitung möglicherweise ebenfalls den Druck der Leidzirkulare. Verlangen Sie immer eine schriftliche Offerte.

Beispiele und Mustertexte für Todesanzeigen sind auf unserer Webseite ebenfalls abrufbar.

Im Todesfall – Todesanzeige Mustertexte

Die unten abgebildeten Anzeigen stellen lediglich Musteranzeigen dar. Je nach Tageszeitung gibt es verschiedene Layout und Darstellungsarten. Weitere Informationen erhalten Sie in den Anzeigenabteilungen der Tageszeitungen.

Mustertext 1 – Todesanzeige in Tageszeitung

 

       
   
  Aus der
Unwirklichkeit
führe uns in die Wirklichkeit!
Aus der Dunkelheit
führe uns ins Licht!
Vom Tode führe uns zur
Unsterblichkeit!
(Indische Weisheit)
 
Rose
 
      Meine liebe Ehefrau,
unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Omi
      Anna
Meier-Müller
      25. Dezember 1920 bis 20.Februar 200Y
 
ist
heute von ihren Altersbeschwerden erlöst worden. Sie wird mir
ihrem gütigen Wesen für immer in unserer Erinnerung
bleiben.
 
In
stiller Trauer:
Hans Meier-Müller
Doris
und Kurt mit Familie
Geschwister
und Verwandte
 
Traueradresse:
Hans
Meier-Müller, Sonnenstrasse 111, 7000 Chur
 
Die
Trauerfeier findet am Dienstag, 27. Februar 200Y, um 14 Uhr in der
Abdankungshalle Friedhof [Ort] statt.
 
Gilt als Leidzirkular

 

Mustertext 2 – Todesanzeige in
Tageszeitung
 
Todesanzeige  
In tiefer Trauer
müssen wir Ihnen mitteilen, dass unser langjähriger
Chef und Generalagent
Franz Meister
 
nach
längerer Krankheit im Alter von 44 Jahren verstorben ist.
 
Wir
verlieren in ihm nicht nur einen vorbildlichen Patron, sondern auch
einen liebenswerten und hilfsbereiten Freund.
 
Wir
vermissen ihn sehr.
 
In stiller Trauer
XXX VERSICHERUNGEN
Generalagentur Bern
die Mitarbeitenden
 
Die
Trauerfeier findet am Freitag, 23. Januar 200Y, um 11.50 Uhr in der
reformierten Kirche UUU statt.
Mustertext 3 – Todesanzeige in
Tageszeitung
       
   
  Der Lebenskreis
eines
lebensfrohen Menschen
hat sich geschlossen.
   
 
Kreuz
  Mit schwerem Herzen
nehmen wir Abschied von meinem geliebten Gatten, unserem liebsten
Äti, Grossäti, Bruder, Schwager, Götti und
Onkel
      Anton
Pfister-Metzler
      17. Februar 1933
bis 20. Januar 200Y
 
Für uns alle unerwartet ist er von seinem
Leiden erlöst worden. In grosser Dankbarkeit wird er in
unserem Herzen weiterleben.
 
Traueradresse:
Trauerfamilie Pfister
Marsweg 23
8000 Zürich
 

In tiefer Trauer:
Elsbeth
Pfister-Metzler
Walter und Erika Pfister-Meier
mit Dominique, Caroline und Peter
Anton und Margrit Pfister-Müller
mit Michael, Martina und Flurin
Sandra und Philipp Graber-Pfister
Verwandte und Bekannte

   
Die
Beisetzung findet am Freitag, 22. Februar 200Y, um 14.00 Uhr auf dem
Friedhof YYY in UUU statt. Anschliessend Gottesdienst in der
römisch-katholischen Kirche.
Anstelle
von Blumenspenden gedenke man der Schweizerischen Krebsliga, PC-Konto
XX-XXXX-X. Leidzirkulare werden nur nach auswärts versandt.

Im Todesfall – Nach dem Todesfall

Trauerbewältigung

1. Was ist normal?

Es ist hilfreich zu wissen, dass es Gefühle und Symptome gibt, die praktisch alle Trauernden erfahren. Aber jeder, der einmal getrauert hat, wird Ihnen auch sagen, dass die Trauer kein geordnet ablaufender und vorhersehbarer Prozess ist. Emotionen, die man während der Trauer empfinden kann, sind unendlich vielfältig. Jeder einzelne Trauerprozess ist letztendlich anders. Es lassen sich verschiedene Phasen unterscheiden.

2. Mit wem reden?

Lesen Sie hier unsere ausführlichen Ratschläge.

3. Wie wieder Lebenskraft schöpfen?

Nach grosser Verzweiflung und vielen Kämpfen akzeptieren Trauernde schliesslich die Realität des Todes eines geliebten Menschen, so dass der Heilungsprozess beginnen kann. Es eröffnen sich endlich neue Möglichkeiten – man sieht Licht am Ende des Tunnels. Das Leben sieht nicht mehr düster aus. Es gibt neue Hoffnung.

Als Hinterbliebene finden Sie wieder Interesse am Leben. Sie können wieder lachen und ihre Freunde und Familie wieder mehr geniessen. Sie können an den geliebten Verstorbenen denken, ohne von Traurigkeit überwältigt zu werden und Sie haben sogar das Gefühl, durch den Verlust etwas gelernt zu haben. Vielleicht wenden Sie sich neuen Interessengebieten zu wie:

– wohltätige Arbeiten
– neue Hobbies
– neue Freunde

Weitere Tipps finden Sie auch in unserer ausführlichen Bibliographie.

Danksagung

Kondolationen und Spenden von Bekannten und Verwandten sollten Sie nach der Bestattung des Verstorbenen verdanken. Vielfach werden Danksagungskarten gedruckt und versandt (Muster). Zudem wird auch eine Danksagung in den Tageszeitungen veröffentlicht.

a) Wo aufgeben?
– Danksagungskarten:
lokale Druckereibetriebe, Bestattungsinstitute
– Danksagungsanzeige in Tageszeitungen: Anzeigenabteilungen der Tageszeitungen

b) Muster
Bitte beachten Sie bei der Aufgabe von Danksagungen folgende Angaben:
– Name und evtl. Photo der verstorbenen Person
besinnlicher Text (Gedicht, Bibelzitat etc.)
– Dank an Seelsorger, (Haus-)Ärzte, Spitex, Pflegepersonal, Altersheim, Spital
– Dank für tröstende Worte, Karten, Blumen, Geldspenden, Kränze, Zuwendungen an wohltätige Institutionen

Wir haben für Sie einige Musterkarten und Danksagungsanzeigen vorbereitet.

c) Kosten
– Danksagungskarten: je nach Auflage und Wünschen sind zwischen 0.40 bis 4 Franken pro Karte zu veranschlagen. Nähere Auskünfte erhalten Sie bei
lokalen Druckereibetrieben oder Bestattungsinstituten.
– Danksagungsanzeige in Tageszeitungen: Je nach Grösse und Zeitungen müssen Sie mit 750 bis 1500 Franken rechnen. Anfrage richten Sie direkt an
Anzeigenabteilungen der Tageszeitungen.

Haushaltauflösung

Bei der Haushaltauflösung sind verschiedene Fragen im Vordergrund:
– Schulden übernehmen?
– Was wegwerfen?
– Wie aufteilen?
– Haustiere

Offene Punkte mit dem Arbeitgeber klären

– ausstehende Lohnzahlungen
– allfällige (Witwen-)Renten
– Dank für die Beileidsbezeugungen ausdrücken

Versicherungen, Banken, Post und weitere Ämter benachrichtigen

Sie müssen die verstorbene Person bei allen Versicherungen und Banken abmelden. Dies sind u.a. die Krankenkasse, Sozialversicherungen, private Versicherungn (Hausrat-, Autoversicherung), Lebensversicherungen sowie eventuell die Pensionskasse. Bei den Banken müssen Sie alle Bankenkonten und allfällige Aktiendepots, Anlagefonds sichten. Für diese Schritte haben Sie genug Zeit. Erkundigen Sie sich direkt bei den jeweiligen Instituten.

Denken Sie auch daran, folgende Parteien über den Todesfall zu orientieren:
– Wohnungsvermieter
– Militär/Zivilschutz. Das Dienstbüchlein dem Sektionschef zustellen.
– Post
– Radio- und Fernsehanstalten
– Telefongesellschaft (Festnetz und Mobiltelefon!)
– Internetprovider
– Elektrizitäts-, Wasser- und Gaswerke
– Zeitungsabos künden
– Vereinsmitgliedschaften und andere öffentliche Ämter künden

a) Versicherungen/Krankenkasse
Private Unfall- und Lebensversicherer (bei Selbständigerwerbenden allenfalls auch die berufliche Vorsorgeeinrichtung und die Unfallversicherung) müssen verständigt werden.

Bei Versicherungen (auch bei denen, die vor der Bestattung benachrichtigt wurden) ist folgendes vorzukehren, beziehungsweise zu überprüfen:
– Police(n) beschaffen
– welche Leistungen sind versichert?
– welche Unterlagen braucht die Gesellschaft, um die Versicherungsleistungen auszuzahlen?
– Versicherungen und Kassen sind mit einem eingeschriebenen Brief unter Bezugnahme auf die Policen- und Mitgliedschaftsnummer zu benachrichtigen. Als Beilage ist eine Kopie des amtlichen Todesscheines, welcher beim Zivilstandsamt erhältlich ist, notwendig.

Überprüfen Sie, ob bestehende Versicherungen weiterhin sinnvoll und notwendig sind. Versicherungsgesellschaften und Krankenkasse(n) sind mit eingeschriebenem Brief über den Todesfall zu informieren, unter gleichzeitiger Mitteilung, ob Versicherungen weitergeführt werden sollen oder ob sie aufzuheben sind. Bei vorausbezahlten Prämien kann eventuell eine Prämienrückerstattung verlangt werden.

b) Bank/Postcheckamt
Was ist bei allen Bankguthaben und Postcheckkonti vorzukehren?
– mit Beilage des Todesscheines Bank und Postcheckamt benachrichtigen
– Anfragen, welche Unterlage für die Umschreibung der Hefte, Namenaktien, Konti usw. verlangt werden.
– Bestehende Vollmachten prüfen, eventuell widerrufen. Die Erben können eine schriftliche, über den Tod hinaus gültige Vollmacht des Erblassers jederzeit widerrufen.
– Saldobestätigung per Todestag verlangen
– Auskunft über die Möglichkeit der sofortigen Abhebung für die mit dem Todesfall zusammenhängenden Kosten erteilen die Rechtsabteilungen der Banken
– Daueraufträge sistieren

AHV-& Waisenrente

Besteht ein Anspruch auf eine Witwen- und/oder Waisenrente, kann dies bei der AHV-Zweigstelle der Wohngemeinde geltend gemacht werden. Der Hinschied eines Rentenbezügers oder einer Rentenbezügerin wird durch die AHV-Zweigstelle der Wohngemeinde der kant. Ausgleichskasse gemeldet, damit gegebenenfalls die Rente aufgehoben oder in eine Einzelrente umgewandelt werden kann. In allen Zweifelsfällen gibt Ihnen die lokalen AHV-Zweigstellen gerne Auskunft. Hat die verstorbene Person einmal einer ausländischen Sozialversicherung angehört, ist zusätzlich die Schweizerische Ausgleichskasse in Genf zu verständigen.

Verschiedenes

Grabstein

Grabbepflanzung

Angehörigen ist die eigenhändige Grabbepflanzung, also ohne Beizug eines Gärtners, an den meisten Orten gestattet. In diesem Fall ist darauf zu achten, dass der Unterhalt mit den Jahren nicht vernachlässigt wird. Als zweckmässig hat sich erwiesen, zulasten des Nachlasses einen Vertrag mit einer Gärtnerei abzuschliessen. Bei der Urnenwand ist meist kein persönlicher Blumenschmuck gestattet.

Gedächtnisfeier, Erbschaft, Testamentseröffnung, Erinnerungsdienst,

 

Im Todesfall – Was ist zu tun?

1. Tod durch Arzt bestätigen lassen

Nachdem jemand gestorben ist, muss der Tod durch einen Arzt bestätigt werden:
– Stirbt die Person zu Hause, benachrichtigen Sie den behandelnden Arzt (z.B. Hausarzt, Vertrauensarzt der Familie), die den Totenschein ausstellt.
– Bei einem Todesfall im Spital sollten Sie wenn möglich das Familienbüchlein und die Niederlassungsbewilligung mitbringen. Der Totenschein wird im Spital ausgestellt.
– Ganz unvorbereitet trifft einen der Unfalltod oder der Suizid eines Angehörigen. In einem solchen Fall müssen Sie die
Polizei beiziehen.

2. Nächste Angehörige benachrichtigen

Sich von einem geliebten Menschen endgültig verabschieden zu müssen, ist eine der schmerzlichsten Situationen, mit denen wir im Leben konfrontiert werden. Zu den schwersten Dingen, die mit dem Tod verbunden sind, gehört es, anderen die traurige Nachricht zu überbringen. Verwandte, Freunde, Geschäftskollegen und -partner sowie Nachbarn zu informieren, fällt den Betroffenen in der Regel sehr schwer. Sie sollten keine Scheu haben, ihre Gefühle zuzulassen und zu zeigen. Stellen Sie ein Liste aller zu benachrichtigenden Personen auf. Wenn es Ihnen schwer fällt, andere zu benachrichtigen, sollten Sie Verwandte oder Freunde bitten, Ihnen dabei zu helfen.

Wie schwer es auch ist, Todesnachrichten zu überbringen, es ist auch nicht einfach, sie zu erhalten. Je nachdem, wie sich der Tod ereignet hat, welches Verhältnis die Benachrichtigten zu dem Verstorbenen hatten und wo sie wohnen, ist es vielleicht besser, die Nachricht persönlich statt telefonisch, per email oder Brief zu überbringen. Sofern der Verstorbene nicht lange krank war, ist der Tod meist ein Schock. Die meisten werden die Nachricht nicht gleich bewältigen können.

Als Überbringer sollten Sie folgendes mitteilen:
– wann und wie die Person gestorben ist
– wann, wo und in welchem Rahmen die Totenwache, Trauer- und Beisetzungsfeier stattfinden wird (falls schon bekannt)

3. Bestattungsart & -ort festlegen und organisieren

Für die Bestattung setzen Sie sich mit dem von Ihnen gewählten Bestattungsort in Verbindung. Beachten Sie bei der Ortswahl, dass Sie als Hinterbliebene eine Beziehung zum Bestattungsort haben. Allenfalls ist es auch sinnvoll diesbezügliche Wünsche des Verstorbenen zu berücksichtigen.

Soll die verstorbene Person nicht dort bestattet werden, wo sie zuletzt gewohnt hat, brauchen Sie von der Gemeinde, wo das Grab errichtet werden soll, eine Bewilligung. Die Trauerfeier können Sie an einem Ort Ihrer Wahl durchführen.

Die Form der Bestattung können Sie zusammen mit den Angehörigen frei wählen – beachten Sie jedoch allfällige Wünsche des Verstorbenen (siehe Sterbeverfügung) und regionale sowie konfessionelle Gepflogenheiten.

Folgende Bestattungsarten werden in der Schweiz hauptsächlich gewünscht:

a) Erdbestattung
Bei der Erdbestattung wird der Leichnam in einem Sarg in die Erde gelegt – und dies gemäss der Gesetzgebung nur auf Friedhöfen. Jeder Einwohner hat ungeachtet seiner religiösen Bekenntnisse einen Rechtsanspruch, auf einem öffentlichen Friedhof beerdigt zu werden. Die Kosten für das Grab sind je nach Art des Grabes und je nach Gemeinde unterschiedlich hoch.

b) Feuerbestattung
Bei der Feuerbestattung wird der Leichnam in einem Kremationsofen im Sarg verbrannt und die Asche später in einer Urne beigesetzt. Die Urnenbeisetzung erfolgt meist in einem Friedhof.

c) Bestattung ausserhalb eines Friedhofes
Wer die Asche eines/einer Verstorbenen ausserhalb eines Friedhofes begraben möchte, kann sie zum Beispiel in einem Wald ausstreuen. Zulässig ist es auch, eine Urne, respektive die Asche, auf einem Privatgrundstück zu bestatten. Sie können die Urne auch im Haus aufbewahren.

d) Bestattung im Gemeinschaftsgrab (anonyme Bestattung)
Die Bestattung im Gemeinschaftsgrab (anonyme Bestattung) ist in der Regel nur nach einer Kremation möglich. Sie ist dann sinnvoll, wenn die verstorbene Person keine nahen Angehörigen mehr hatte oder wenn sie diese Bestattungsform ausdrücklich gewünscht hat.

Vorbereitung der Bestattung

Vor der Bestattung wird der Leichnam für die Abdankung vorbereitet (Totenwaschung, Totenkleid etc.). Mehr Informationen erhalten Sie bei einem Bestattungsinstitut oder Ihrem Seelsorger.

4. Zivilstands- / Bestattungsamt kontaktieren

Einen Todesfall müssen Sie dem Zivilstandsamt des Sterbeortes melden. Die Meldung muss in der Regel innerhalb von zwei Tagen nach dem Todesfall erfolgen. Bringen Sie folgende Unterlagen mit:
– Personalausweis und / oder Niederlassungsbewilligung
– Familienbüchlein (für Verheiratete)
– Totenschein des Arztes oder Spitals
– Pass für Ausländer/-Innen

Kurze Zeit nach dem Todesfall wird sich der zuständige Inventurbeamte bei Ihnen melden. Er ist für die korrekte Teilung des Nachlasses verantwortlich.

5. Arbeitgeber und Vereine informieren

Falls die verstorbene Person noch in einem aktiven Arbeitsanstellungsverhältnis war, müssen Sie den Arbeitgeber umgehend informieren, da dieser unter Umständen auch eine Todesanzeige publizieren möchte. Zudem wollen ehemalige Arbeitskollegen auch vom Verstorbenen Abschied nehmen.

Die Verständigung sollte durch Telefon oder Expressbrief erfolgen mit der Angabe, ob der Tod durch Krankheit oder Unfall eingetreten ist. Bei einem Unfalltod muss der Arbeitgeber die gesetzliche Unfallversicherung verständigen. In der Regel benachrichtigt der Arbeitgeber die berufliche Vorsorgeeinrichtung.

Denken Sie auch daran, eventuelle Vereine, in denen die verstorbene Person Mitglied war, zu orientieren.

6. Bestattung und Abdankung vorbereiten

Die Abdankung gibt Ihnen Gelegenheit, vom Verstorbenen Abschied zu nehmen. Die Abdankung ist aber auch eine Verbindung mit dem Leben, eine Verbindung unter den “Überlebenden”. Im Normalfall sollten Freundinnen, Freunde, Nachbarn, Arbeits- und Schulkollegen, Vereinsmitglieder und Bekannte die Gelegenheit haben, durch Ihre persönliche Anwesenheit an der Trauerfeier Abschied nehmen und den Angehörigen ihre Anteilnahme ausdrücken zu können. Dies ist auch im Hinblick auf die spätere Trauerbewältigung der Hinterbliebenen sehr wichtig.

Folgende Abdankungen werden in der Schweiz hauptsächlich unterschieden:

a) kirchliche Trauerfeier
Die kirchliche Trauerfeier ist in der Schweiz die übliche Form der Abdankung. Je nach Konfession spricht ein Priester. Gewöhnlich werden ein Lebenslauf der verstobenen Person verlesen und vom Seelsorger Worte aus der Bibel vorgetragen (
Trauerreden). Besinnliche Musik umrahmt den Anlass. Scheuen Sie sich auf keinen Fall, mit dem Priester über Ihre Wünsche zu sprechen und nehmen Sie frühzeitig Kontakt auf, um die Trauerfeier zu gestalten.

b) weltliche Abdankung
Immer mehr Menschen (v.a. Leute ohne Konfessionszugehörigkeit) wünschen weltliche Abdankungen – eine Trauerfeier ohne Kirchenvertreter/-Innen. Diese kann in jedem Raum stattfinden. Auch an einer nicht-kirchlichen Trauerfeier wird meistens mit musikalischer Umrahmung ein Lebenslauf vorgelesen.

c) Trauerfeiern anderer Glaubensrichtungen
Angehörige des jüdischen, muslimischen, hinduistischen oder eines anderen Glaubens werden keine Trauerfeier in einem Raum mit christlichen Symbolen wünschen. Die betreffenden Religionsgemeinschaften wissen, ob eine Trauerfeier und wo eine Trauerfeier durchgeführt werden kann. Es ist in jedem Fall möglich, die verstobene Person auf dem Friedhof der Wohngemeinde zu bestatten – die Friedhöfe sind nicht den Angehörigen der christlichen Kirche vorbehalten.

7. Todesanzeige / Leidzirkulare erstellen

Todesanzeigen in Tageszeitungen und / oder Leidzirkulare informieren eine breitere Öffentlichkeit über das Ableben eines Verstorbenen.

a) Wo aufgeben?
– Leidzirkulare:
lokale Druckereibetriebe, Bestattungsinstitute
– Todesanzeige in Tageszeitungen: Anzeigenabteilungen der Tageszeitungen 

b) Muster
Bei der Formulierung von Todesanzeigen werden normalerweise folgende inhaltliche Angaben berücksichtigt:
– Name und evtl. Photo der verstorbenen Person
– Geburts- und Sterbedatum
– Wohnort, ev. Sterbeort (Spital, Ausland etc.)
– ev. Hinweis auf Todesursache
besinnlicher Text (Gedicht, Bibelzitat etc.)
– Angehörige und Trauerfamilie
– wann, wo und in welchem Rahmen die Beisetzung und/oder Trauerfeier stattfindet
– anstelle von Blumen- und Kranzspenden ev. alternative Wünsche für Geldspenden an gemeinnützige Organisationen

Wir haben für Sie einige Mustervorlagen für Todesanzeigen vorbereitet.

c) Kosten
– Leidzirkulare: je nach Auflage und Wünschen sind zwischen 0.40 bis 4 Franken pro Karte zu veranschlagen. Nähere Auskünfte erhalten Sie bei
lokalen Druckereibetrieben oder Bestattungsinstituten.
– Todesanzeige in Tageszeitungen: Je nach Grösse und Zeitungen müssen Sie mit 750 bis 1500 Franken rechnen. Anfragen richten Sie direkt an
Anzeigenabteilungen der Tageszeitungen oder benutzen Sie unseren Kostenkalkulator.

8. Leidmahl organisieren

Falls nach dem Trauergottesdienst zu einem Imbiss eingeladen wird, müssen Sie in einem Restaurant Lokalitäten reservieren.

9. Testamente beiziehen

Vielfach haben Verstorbene spezielle Wünsche und Anordnungen bezüglich Ihrer Beisetzung, einer allfälligen Organspende und der Todesanzeige geäussert oder schriftlich festgehalten. Diese werden meist in einer Sterbeverfügung und / oder im Testament festgehalten. Es ist ratsam frühzeitig diese Informationen und Dokumente beizuziehen.

Weiterführende Literatur
Was tun, wenn jemand stirbt? – Ratgeber der Stiftung für Konsumentenschutz
Der Tod. Alles über Leben und Sterben. von Constance Jones

 

Im Todesfall – Todesanzeige

1. Wo aufgeben?

Mehr Informationen erhalten Sie in den Anzeigenabteilungen der Tageszeitungen.

2. Muster

Bitte beachten Sie bei der Aufgabe von Todesanzeigen folgende Angaben:
– Name und evtl. Photo der verstorbenen Person
– Geburts- und Sterbedatum
– Wohnort, ev. Sterbeort (Spital, Ausland etc.)
– ev. Hinweis auf Todesursache
besinnlicher Text (Gedicht, Bibelzitat etc.)
– Angehörige und Trauerfamilie
– wann, wo und in welchem Rahmen die Beisetzung und/oder Trauerfeier stattfindet
– anstelle von Blumen- und Kranzspenden ev. alternativer Wünsche für Geldspenden an gemeinnützige Organisationen

Wir haben für Sie einige Mustervorlagen für Todesanzeigen vorbereitet.

3. Kosten

Je nach Grösse und Zeitungen müssen Sie mit 750 bis 1500 Franken rechnen. Anfrage richten Sie direkt an Anzeigenabteilungen der Tageszeitungen oder benutzen Sie unseren Kostenkalkulator.

4. Bekannte informieren

 

 

Im Todesfall – Meine Trauer

1. Phasen des Trauer

Es ist hilfreich zu wissen, dass es Gefühle und Symptome gibt, die praktisch alle Trauernden erfahren. Aber jeder, der einmal getrauert hat, wird Ihnen auch sagen, dass die Trauer kein geordnet ablaufender und vorhersehbarer Prozess ist. Emotionen, die man während der Trauer empfinden kann, sind unendlich vielfältig. Jeder einzelne Trauerprozess ist letztendlich anders.

Gemäss Elisabeth Kübler-Ross (siehe Über den Tod und das Leben danach) können fünf Phasen für den Prozess des Sterbens und der Trauer unterschieden werden: Leugnen, Wut, Feilschen und Verhandeln, Depression und Annahme. Andere Autoren beziehen noch die Phasen der Desorganisation, Schuldgefühle und der Angst mit ein.

a) Leugnen

Bezeichnend für die Phase des Leugnens sind Schockgefühle, Unglaube, Starre und Betäubung. Das Leugnen schützt den Trauernden vorübergehend, bis er soweit ist, dass er sich dem Verlust stellen kann. Auf der einen Ebene weiss er, das eine ihm nahestehende Person verstorben ist, aber auf der anderen Ebene ist er noch nicht bereit, dieses zu akzeptieren.

Man sollte nicht versuchen, diese Phase allzu schnell hinter sich zu bringen. Leugnen ist ein natürliches Phänomen. Trauernde lassen das Leugnen ganz von selbst sein, wenn sie soweit sind. Falls dies selbst nach einigen Wochen nicht der Fall ist, sollte ein Berater zu Hilfe gezogen werden.

 

b) Wut

"Warum ich?" oder "Warum mein Mann / meine Frau / mein Kind?" sind Fragen die sich Trauernde, meist mit grosser Wut, stellen. Vorwürfe an Ärzte sind ebenfalls sehr häufig (Wieso konnte meine geliebte Person nicht "gerettet" werden?). Je nach Todesart (Flugzeugabsturz, Attentat, Krankheit, Krieg) richtet sich diese Wut auch auf "Gott" oder Dritte.

Wutgefühle können den Hinterbliebenen helfen, sich von den Schmerzen zu erholen. Die Wut zu unterdrücken kann zu Depressionen und Feindseligkeiten führen. Trauernde sollten sich bemühen, ihre Wut auf gesunde Weise zu äussern – darüber reden, schreiben eines Tagebuchs, einschlagen auf ein Kissen oder die Wut in Bewegungsenergie durch Spaziergänge oder andere sportliche Aktivitäten umzusetzen.

c) Schuldgefühle

"Warum habe ich nicht…?" oder "Hätte ich doch nur…" sind quälende Fragen und Vorwürfe, die man sich nach dem Verlust einer Person oft stellt. Hinter dem "nicht-annehmen-können" des Todes steckt unter anderem meist auch der Wunsch, noch einmal eine Chance mit dem geliebten Menschen zu bekommen. Manchmal ist es jedoch leichter, sich selbst Vorwürfe zu machen, als zu akzeptieren, dass der Tod ein Teil des Lebens ist.

In speziellen Fällen, z.B. bei einem Autounfall, ist es natürlich wirklich so, dass ein Hinterbliebener Schuld am Tod eines geliebten Menschen hat. Es kann unter solchen Umständen sehr lange dauern, bis man mit sich selber Frieden schliessen kann. Versuchen Sie, ihre Schuld zu überprüfen und wirkliche Schuld von falscher Schuld zu unterscheiden. Gespräche mit Angehörigen, Freunden und Bekannten und allenfalls mit Beratern helfen Ihnen, diese Gefühle zu verstehen und zu verarbeiten.

d) Desorganisation

Nachdem eine erste Verarbeitung des Verlustes möglich war, bricht meist eine grosse Flut von Gefühlen auf die Betroffenen herein: Angst, Widerwille, Zweifel, Erleichterung, Wut und Traurigkeit.

Wer jeder einzelnen Gefühlsregung nachspürt, wird sich schnell überfordert fühlen. Versuchen Sie, in Gesprächen mit Angehörigen, Freunden und Bekannten und allenfalls mit Beratern diese Gefühle zu verstehen und zu verarbeiten.

e) Feilschen und Verhandeln

Es kommt vor, dass Trauernde darum beten, dass der Verstorbene nicht wirklich gestorben ist. Sie sehnen sich so sehr nach dem geliebten Menschen, dass sie bitten, er möge zu ihnen zurückkommen. Auch wenn es irrational erscheint, über das Zurückkehren eines Verstorbenen verhandeln zu wollen, kann dies ein normaler Bestandteil des Heilungsprozesses sein.

f) Depression

Trauernde können durch die anscheinend hoffnungslose Situation des Verlustes in ein tiefes "psychisches Loch", eine Depression, fallen. Sie äussert sich meist in Form von Hoffnungslosigkeit, Trägheit, Apathie, Isolation und Traurigkeit. Vielfach fehlt den Trauernden selbst für Aktivitäten, die ihnen zuvor Freude gemacht haben, jegliches Interesse.

Eine Trauerdepression ist, auch wenn es vielleicht nicht so aussieht, vorübergehender Natur. Die Dauer solcher Depressionen ist von Person zu Person verschieden. Es ist durchaus normal, dass die Betroffenen sich monatelang depressiv und niedergeschlagen fühlen.

Versuchen Sie Licht am anderen Ende des Tunnels zu sehen. Es gibt hierfür sehr viele verschiedene Mittel und Methoden die in vielen Büchern zum Thema Depressionen vorgestellt werden. Lassen Sie sich ruhig Zeit, diese Phase zu verarbeiten.

g) Angst

Angst ist ein normaler Bestandteil des Trauerprozesses. Der Tod ist so allüberragend im Bewusstsein, dass alle Gefahren der Welt über einen hereinzubrechen scheinen. Es kann zur Besessenheit werden, dass der Trauernde nur noch sieht und hört, auf welche Weise man sterben kann.

Trauernde Menschen können vorübergehend ausserstande sein, zwischen realistischen und unrealistischen Ängsten zu unterscheiden. Sie können Angst haben, sich die Krankheit zuzuziehen, an der ihre Lieben gestorben sind. Oder sie haben Angst, in ein Auto oder eine Fähre zu steigen, weil ihre Lieben damit bei einem Unfall ums Leben kamen. Es gibt natürlich auch realistische Ängste, die Angst vor einer Erbkrankeit, vor AIDS.

Für Personen, die sich von ihrer Angst überwältigt fühlen, kann es hilfreich und ratsam sein, mit anderen Trauernden, Trauerberatern oder religiösen Beratern zu sprechen. Beachten Sie auch unsere ausführliche Bibliographie.

h) Annahme

Nach grosser Verzweiflung und vielen Kämpfen akzeptieren Trauernde schliesslich die Realität des Todes eines geliebten Menschen, so dass der Heilungsprozess beginnen kann. Es eröffnen sich endlich neue Möglichkeiten – man sieht Licht am Ende des Tunnels. Das Leben sieht nicht mehr düster aus. Es gibt neue Hoffnung.

Die Hinterbliebenen finden wieder Interesse am Leben. Sie können wieder lachen und ihre Freunde und Familie wieder mehr geniessen. Sie können an den geliebten Verstorbenen denken, ohne von Traurigkeit überwältigt zu werden und sie haben sogar das Gefühl, durch den Verlust etwas gelernt zu haben. Viele wenden sich neuen Interessengebieten zu (wohltätige Arbeiten, neue Hobbies) und werden dankbarer für ihr Leben und das Leben ihrer Lieben.

2. Medikamente nehmen?

Bei Trauernden stellen sich Veränderungen im Appetit und Schlafverhalten ein. Sie können möglicherweise überhaupt nicht mehr schlafen oder stellen umgekehrt fest, dass sie nur noch schlafen möchten. Ebenso kann es sein, dass sie jeden Appetit verloren haben oder auch mehr als gewöhnlich essen.

Trauer schmerzt, nicht nur psychisch, sondern auch physisch, so dass Trauernde unter Kopfschmerzen, Brustschmerzen, Magenschmerzen oder Brechreiz leiden können. Man ist häufig "krank vor Trauer und Schmerz". Viele Trauernde fragen sich deshalb, ob es sinnvoll sei Medikamente zu nehmen. Die Einnahme von Medikamenten ist sicherlich mit Vorsicht zu empfehlen. Leichtere Medikamente (z.B. Aspirin, Baldriantropfen) können ohne Bedenken eingenommen werden. Vielfach helfen auch Entspannungsübungen, körperliche Bewegung und eine angenehme Ernährung, einige der physischen Belastungen zu lindern. Gespräche mit anderen Personen (siehe unten) helfen, die psychischen Schmerzen zu verarbeiten. Weitere Anregungen finden Sie auch in unserer ausführlichen Bibliographie.

Sofern die physischen und psychischen Symptome über längere Zeit anhalten oder sich verschlimmern, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

3. Mit wem reden?

Sich von einem geliebten Menschen zu verabschieden und den Verlust zu verarbeiten, ist eine der schmerzlichsten Situationen, mit denen wir im Leben konfrontiert werden. Sie sollten keine Scheu haben, Ihre Gefühle zuzulassen und zu zeigen.

Versuchen Sie offen mit anderen Angehörigen, Bekannten und Freunden zu reden. Oft ist es auch sinnvoll, mit Trauerberatern, Ärzten oder religiösen Beratern zu sprechen. Denken Sie allenfalls auch daran Begleitgruppen von Freiwilligen oder Diskussionsgruppen zu kontaktieren (weitere Informationen finden Sie in unseren schwarzen Seiten).

Vielen Betroffenen fällt es einfacher, Rat und Hilfe in anonymen Gruppen zu finden. Das Internet kann für solche Personen ein ideales Medium sein, um Gleichgesinnte oder Drittpersonen zu finden, die bei der Trauerbewältigung helfen können. Besuchen Sie unsere interaktiven Chaträume und Foren oder richten Sie Ihre Anliegen via Email an externe Seelsorger.

4. Wieder arbeiten?

In der ersten Phase nach dem Verlust einer geliebten Person ist es meist sehr schwer, sich im "normalen Arbeitsalltag" wieder zurechtzufinden. Viele Personen können und wollen zuerst eine Ruhepause einschalten. Andere stürzen sich noch mit mehr Energie in die Arbeit, um nicht an den "Verlust denken zu müssen". Seien Sie sich bewusst, dass es für ihre Arbeitskollegen auch nicht eine einfache Zeit ist, da sie eventuell nicht wissen, wie sie Ihnen gegenüber reagieren sollen. Überlegen Sie sich sehr gut, wann und mit welcher Arbeitsleistung Sie wieder arbeiten. Scheuen Sie auch nicht das Gespräch mit Ihren Vorgesetzten.

5. Andere trösten

Neben der eigenen Trauer müssen Sie oft auch nahe Verwandte und Bekannte trösten. Dies ist meist sehr schwierig. Versuchen Sie in Gesprächen Trost und Anteilnahme zu spenden. Oft hilft auch das Zuhören – Trauernde wollen vielfach auch eine Ansprechperson haben um Ihre innersten Gefühle auszusprechen.

Bedenken Sie auch die oben erwähnten Phasen der Trauer, die Ihnen beim Trösten anderer helfen können.


weiterführende Literatur –

Was tun, wenn jemand stirbt? – Ratgeber der Stiftung für Konsumentenschutz
Über den Tod und das Leben danach von Elisabeth Kübler-Ross
Der Tod. Alles über Leben und Sterben. von Constance Jones 

 

Im Todesfall – Bestattung

Die Abdankung gibt Ihnen Gelegenheit, vom Verstorbenen Abschied zu nehmen. Die Abdankung ist aber auch eine Verbindung mit dem Leben, eine Verbindung unter den "Überlebenden", weshalb eine "Abdankung im engsten Familienkreis" nur zurückhaltend durchgeführt werden sollte. Im Normalfall sollten Freundinnen, Freunde, Nachbarn, Arbeits- und Schulkollegen, Vereinsmitglieder und Bekannte Gelegenheit haben, durch persönliche Anwesenheit an der Trauerfeier Abschiede zu nehmen, und den Angehörigen ihre Anteilnahme auszudrücken. Dies ist auch im Hinblick auf die spätere Trauerbewältigung der Hinterbliebenen sehr wichtig.


1. Bestattungsart

Die Form der Bestattung können Sie zusammen mit den Angehörigen frei wählen – beachten Sie jedoch allfällige Wünsche des Verstorbenen (siehe Sterbeverfügung) und regionale sowie konfessionelle Gepflogenheiten.

Folgende Bestattungsarten werden in der Schweiz hauptsächlich gewünscht:

a) Erdbestattung
Bei der Erdbestattung wird der Leichnam in einem Sarg in die Erde gelegt – und dies gemäss der Gesetzgebung nur auf Friedhöfen. Jeder Einwohner hat ungeachtet seiner religiösen Bekenntnisse einen Rechtsanspruch, auf einem öffentlichen Friedhof beerdigt zu werden. Die Kosten für das Grab sind je nach Art des Grabes und je nach Gemeinde unterschiedlich hoch.

b) Feuerbestattung
Bei der Feuerbestattung wird der Leichnam in einem Kremationsofen im Sarg verbrannt und die Asche später in einer Urne beigesetzt. Die Urnenbeisetzung erfolgt meist in einem Friedhof.

c) Bestattung ausserhalb eines Friedhofes
Wer die Asche eines/einer Verstorbenen ausserhalb eines Friedhofes begraben möchte, kann dies zum Beispiel in einem Wald ausstreuen. Zulässig ist auch, eine Urne, respektive die Asche, auf einem Privatgrundstück zu bestatten. Sie können die Urne auch im Haus aufbewahren.

d) Bestattung im Gemeinschaftsgrab (anonyme Bestattung)
Die Bestattung im Gemeinschaftsgrab (anonyme Bestattung) ist in der Regel nur nach einer Kremation möglich. Sie ist dann sinnvoll, wenn die verstorbene Person keine nahen Angehörigen mehr hatte, oder wenn sie diese Bestattungsform ausdrücklich gewünscht hat.

2. Ort, Zeit

Legen Sie zusammen mit Ihren Angehörigen und dem Seelsorger den Bestattungsort und die Bestattungszeit fest.

3. Wer spricht?

Vielfach wird die Abdankungsfeier noch durch das Vortragen von besinnliche Gedanken oder Lebenslauf der verstorbenen Person gestaltet. Eine frühe Auswahl der vortragenden Person ist sinnvoll.

4. Wen einladen?

– Verwandte
– Freunde des Verstorbenen und der Trauerfamilie
– (frühere) Geschäfts-, Schul- und Vereinskollegen
– Nachbarn

5. Wie einladen?

– Leidzirkulare
– Brieflich
– Todesanzeige
– Telefonisch
– Email

6. Essen organisieren

7. Überführung

Notwendige Unterlagen für die Überführung ins Ausland

– 3 internationale Todesscheine – ausgestellt vom Zivilstandsamt des Todesortes
– Leichenpass (ausser bei Überführung der Urne) – ausgestellt vom Untersuchungsamt.
– Bestattungsbewilligung – ausgestellt vom Zivilstandsamt des Wohnortes
– ärztlicher Attest (Todesursache) (ausser Urne) – wird vom die Leichenschau vorgenommenen Arzt ausgestellt
– Bestätigung Einäscherung – Krematorium

Diese Papiere müssen ev. noch von der ausländischen Vertretung in der Schweiz beglaubigt werden.

 

Im Todesfall

Was ist zu tun?
1. Tod durch Arzt bestätigen lassen
2. Nächste Angehörige benachrichtigen
3. Bestattungsart & -ort festlegen und organisieren
4. Zivilstands- / Bestattungsamt kontaktieren
5. Arbeitgeber und Vereine informieren
6. Bestattung und Abdankung vorbereiten
7. Todesanzeige / Leidzirkulare erstellen
8. Leidmahl organisieren
9. Testamente suchen

Meine Trauer
1. Was ist normal?
2. Medikamente nehmen?
3. Mit wem reden?
4. Wieder arbeiten?
5. Andere trösten

Bestattung
1. Bestattungsart
2. Ort, Zeit
3. Wer spricht?
4. Wen einladen?
5. Wie einladen?
6. Essen organisieren
7. Überführung

Todesanzeige
1. Wo aufgeben?
2. Muster
3. Kosten
4. Bekannte informieren

Texte für Trauerkarten

…und wir glaubten,
wir hätten noch so viel Zeit…

Wenn die Kraft zu Ende geht
ist Erlosung Gnade.

Alles hat seine Zeit,
die Zeit der Liebe,
der Freude und des Glücks,
die Zeit der Sorgen und des Leids.
Es ist vorbei. Die Liebe bleibt.

Alles hat seine Zeit.
Es gibt eine Zeit der Stille,
eine Zeit des Schmerzes und der Trauer,
aber auch eine Zeit der dankbaren Erinnerung.

What A Wonderful World
I see trees of green, red roses too I see them bloom for me and you and I think to myself, what a wonderful world.
I see skies of blue and clouds of white the bright blessed day, the dark sacred night and I think to myself, what a wonderful world.
the colors of the rainbow, so pretty in the sky are also on the faces of people going by I see friends shaking hands, saying, "how do you do?" they’re really saying, "I love you" .
I hear babies cry, I watch them grow they’ll learn much more, than I’ll ever know and I think to myself, what a wonderful world.
yes, I think to myself, what a wonderful world.
Louis Armstrong

Alles Wachsen ist ein Sterben,
jedes Werden ein Vergehen.
Alles Lassen ein Erleben,
jeder Tod ein Auferstehn.
von Tagore

Als die Kraft zu Ende ging
war`s kein Sterben,
war`s Erlösung.

Auch wenn er nicht mehr unter uns ist,
so ist er doch immer bei uns.

Auf einmal bist du nicht mehr da,
und keiner kann’s verstehn.
Im Herzen bleibst du uns ganz nah
bei jedem Schritt, den wir nun gehen.
Nun ruhe sanft und geh’ in Frieden,
denk immer dran, dass wir dich lieben.

Aus dem Lieben Kreis geschieden,
aus dem Herzen aber nie.
Weinet nicht, sie ruht in Frieden,
doch sie starb und noch zu früh.

Ausgelitten hab`ich nun,
bin an dem frohen Ziele,
von den Leiden auszuruh`n,
die ich nicht mehr fühle.

Bedenke stets, dass alles vergänglich ist
dann wirst du im Glück nicht so friedlich
und im Leid nicht so traurig sein.
von Sokrates

Bedenke, über alles leid,
das die Tage bringen,
zieht mit raschen Schwingen
tröstend hin die Zeit.

Behaltet mich so in Erinnerung,
wie ich in den schönsten Stunden,
mit Euch beisammen war.

Behaltet mich so in Erinnerung,
wie ich in den schönsten Stunden
meines Lebens bei euch war.

Bis dass der Tod euch scheidet.

Da ist ein Land der Lebenden
und ein Land der Toten,
und die Brücke zwischen ihnen
ist die Liebe –
das einzig Bleibende,
der einzige Sinn.
von Thornton Wilder

Das einzig Wichtige im Leben
sind die Spuren von Liebe,
die wir hinterlassen,
wenn wir weggehen.
von Albert Schweitzer

Das kostbare Vermächtnis
eines Menschen ist die Spur,
die seine Liebe und Frohsinn
in unserem Herzen zurückgelassen haben.

Das kostbarste Vermächtnis eines Menschen ist die Spur,
die seine Liebe in unserem Herzen hinterlässt.

Das Leben eines geliebten Menschen
ist plötzlich und unerwartet,
für mich unfassbar
zu Ende gegangen.

Das Leben endet, die Liebe nicht.

Das Leben ist ein Geschenk, das wir
verdienen, indem wir es hingeben.
von Tagore

Das Leben ist eine Flamme, die sich
selbst verzehrt; aber sie fängt jedes
Mal wieder Feuer, sobald ein Kind ge-
boren wird.

von Shaw
 

Das Wesen des Lebens liegt in der
Bewegung, die es weiterpflanzt.
von Bergson

Dein Leben fand ein unerwartet schnelles Ende
Doch die Spuren deines Lebens, in Gedanken,
Bildern, Augenblicken, werden uns immer an dich
erinnern.Du wirst immer in unserer Mitte bleiben.

Dein Leben war ein großes Sorgen,
war Arbeit, Liebe und Verstehen,
war wie ein heller Sommermorgen –
und dann ein stilles Von-uns-Gehn.

Dem Leben sind Grenzen gesetzt,
die Liebe ist grenzenlos.

Den Weg, den Du vor Dir hast,
kennt keiner.
Nie ist ihn einer so gegangen,
wie Du ihn gehen wirst.
Es ist Dein Weg.

Den Wert eines Menschenlebens
bestimmt nicht sein Alter,
sondern das, was er in seinem
Leben erreicht und getan hat.

Denen, die in Geduld ausharren bis ans Ende,
will ich die Krone des Lebens geben.

Der Gedanke an die Veränderlichkeit aller irdischen Dinge
ist ein Quell unendlichen Leids
und ein Quell unendlichen Trostes.
von Marie von Ebner-Eschenbach

Der Gruß meiner Liebe sei dir gebracht, du schöne Schwester, du stille Nacht!
Sind unsre Reiche auch ewig geschieden, mein ist die Arbeit, dein ist der Frieden
-Schlingen wir doch um die Guten und Bösen den einen Reigen und segnen
die Wesen, die auf der wundertiefen Welt Liebe in prunkendes Leben gestellt.
von Aus Peterchens Mondfahrt

Der Kampf des Lebens ist zu Ende,
vorbei ist aller Erdenschmerz,
nun ruhen deine fleißigen Händ,
still steht ein liebes Vaterherz.

Der Seele Grenzen kannst du nicht ausfinden,
auch wenn du gehst und jede Straße abwanderst;
so tief ist ihr Sinn.
von Heraklit

Der Tod bedeutet nichts –
er zählt nicht.
Ich bin nur nach nebenan gegangen –
nichts ist geschehen.
Alles bleibt genau wie es war.
Ich warte nur auf Euch,
gleich um die Ecke, für eine kleine Weile.

Der Tod ist die Mitte beider Leben.

Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
Lachenden Mund.Wenn wir uns mitten im Leben meinen
Wagt er zu weinen
Mitten in uns.
von Rainer Maria Rilke

Der Tod ist ihm zum Schlaf geworden,
aus dem er zu neuem Leben erwacht.

Der Tod kann auch Erlösung sein.

Die am Ziel sind haben Frieden.

Die Bande der Liebe und der Freundschaft
werden mit dem Tod nicht durchschnitten.

Die eigentlichen Geschenke des Lebens
werden zumeist in der Stille überreicht
Freundschaft und Liebe
Geburt und Tod
Freude und Schmerz
Blumen und Sonnenaufgänge
und das Schweigen
als eine tiefe Dimension
des Verstehens

Die Grösse eines Flusses wird
erst an seiner Mündung begriffen
nicht an seiner Quelle.

Die Hoffnung ist der Regenbogen
über den herabstürzenden Bach
des Lebens
von Nietzsche

Die Liebe jedoch,
sie hört niemals auf.
von 1 Korinther 13,8

Die Mutter war`s bedarf es da noch vieler Worte.

Die Welt wird Euch hart zusetzen,
aber verliert nicht den Mut,
ich habe die Welt schon besiegt.

Du bist erlöst von deinem Leiden,
läßt uns allen in tiefem Schmerz,
ach, wie so schwer ist doch das Scheiden.
Nun ruhe aus, du gutes Herz.

Du bist nicht tot.
Schloß auch deine müdes Auge sich,
in unseren Herzen lebst du ewiglich.

Du bist von uns gegangen,
aber nicht aus unseren Herzen.

Du hast das Leben so geliebt,
doch der Tod hat dich besiegt.

Du hast für mich gesorgt, geschafft,
ja sehr oft über deine Kraft.
Nun ruhe aus, du gutes Herz,
wer dich gekannt, fühlt unseren Schmerz.

Du hast für uns gesorgt, geschafft,
ja sehr oft über deine Kraft.
Nun ruhe aus, du treues Herz,
die Zeit wird lindern unsern Schmerz.

Du warst im Leben so bescheiden,
schlicht und einfach lebtest Du,
mit allem warst Du stets zufrieden,
hab Dank und schlaf in aller Ruh.

Du warst mein Papa.
Papa ich vergess dich nicht.
Wenn mein Glücksstern sinkt,
nichts mehr gelingt,
seh’ ich im Nebel dein Gesicht.
von Trude Herr

Du warst so jung,
du starbst so früh,
vergessen werden wir dich nie.

Du siehst den Garten nicht mehr grünen
Du siehst die Blumen nicht mehr blühen.
Hast stets geschafft, manchmal gar über Deine Kraft.
Alles hast Du gern gegeben. Liebe, Arbeit war Dein Leben.
Du hast ein gutes Herz besessen, nun ruhe still und unvergessen.

Ein erfülltes Leben hat sich vollendet.

Ein ewiges Rätsel ist das Leben –
und ein Geheimnis bleibt der Tod.

Ein glückseliges Leben ist der Genuß
der Gegenwart; das ewige Leben ist
die Hoffnung der Zukunft.
von Ambrosius

Ein guter, edler Mensch, der mit uns gelebt,
kann uns nicht genommen werden,
er lässt eine leuchtende Spur zurück
gleich jenen erloschenen Sternen,
deren Bild noch nach Jahrhunderten
die Erdbewohner sehen.
von Thomas Carlyle

Ein gutes Herz hat aufgehört zu schlagen.

Ein gutes Mutterherz
hat aufgehört zu schlagen,
zwei nimmermüde Hände ruhn.

Ein Mutterherz!
Nur wer es kennt,
wer recht von grund es kennt,
der weiß, was man verliert an ihm,
weiß, was kein Schmerz benennt.

Ein treues Mutterherz hat aufgehört zu schlagen.
Der Tod kam als Erlösung.

Eine Ehrenkrone ist das Alter,
auf dem Weg der Gerechtigkeit
wird sie gefunden.

Eine Stimme, die vertraut war, schweigt.
Ein Mensch, der immer da war, ist nicht mehr.
Was bleibt, sind dankbare Erinnerungen,
die niemand nehmen kann.

Eine vertraute Stimme schweigt.
Ein Mensch, der immer für uns da war, lebt nicht mehr.
Vergangene Bilder ziehen in Gedanken als Erinnerung vorbei.
Doch Menschen, die wir lieben, bleiben für immer,
denn sie hinterlassen Spuren in unseren Herzen.

Einschlafen dürfen, wenn man müde ist,
und eine Last fallen lassen dürfen,
die man sehr lange getragen hat,
das ist eine köstliche, eine wunderbare Sache.
von Hermann Hesse

Entfernung ist nichts.
Sich nah zu sein
ist eine Sache des Herzens.

Entreiss Dich, Seele, nun der Zeit.
Entreiss Dich Deine Sorgen.
Und mache Dich zum Flug bereit.
In den ersehnten Morgen.
von Hermann Hesse

Erloschen ist das Leben dein,
Du wolltest gern noch bei uns sein.
Dein Wille war stark,
Du wolltest die Krankheit bezwingen
Und wusstest nicht, was sie verbarg.
Vergeblich war dein Ringen.
Wie schmerzlich war’s, vor dir zu stehen,
Dem Leiden hilflos zuzusehen.
Schlaf nun in Frieden, ruhe sanft,
Und hab’ für alles vielen Dank.

Erloschen ist das Leben dein,
du wolltest gern noch bei uns sein.
Wie schmerzlich wars, vor dir zu stehn,
dem Leiden hilflos zuzusehn.
Schlaf nun in Frieden, ruhe sanft,
und hab für alles vielen Dank.

Erst, wenn dein begehrender Wille,
dankbar zum Schweigen gebracht,
vernimmst du die Stimme der Stille,
die großen Gespräche der Nacht.

Erweise die Treu bis in den Tod,
und ich will dir die Krone des Lebens geben.
von Offb. 2,10

Es ist nicht Zeit zu trauern, wenn
Augen alt, der Ernte voll, geschlossen.

Es ist schwer, einen geliebten Menschen zu verlieren.
Aber es tut gut zu erfahren, wie viele ihn gern hatten.

Es ist so schwer,
wenn sich des Vaters Augen schließen,
zwei Hände ruh´n,
die stets so treu geschafft.

Es ist zu Ende mit den Schmerzen,
Du hast Frieden gefunden,
aber verlassen sind Herzen,
die Dich schmerzlich vermissen.

Es kann vor Nacht leicht anders werden;
als es am frühen Morgen war.

Es weht der Wind ein Blatt vom Baum,
von vielen Blättern eines.
Das eine Blatt, man merkt es kaum,
denn eines ist ja keines.
Doch dieses eine Blatt allein
bestimmte unser Leben.
Drum wird dieses eine Blatt allein
uns immer wieder fehlen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
von H. Hesse

Etwas von dem, was Du uns Dein ganzes Leben lang gegeben hast,
konnten wir Dir zurück geben.
Was bleibt, ist die Erinnerung an Dich in unseren Herzen.

Fragt man das Schicksal:
Warum, warum?
Schicksal gibt keine Antwort.
Schicksal bleibt stumm.

Gedanken – Augenbereiche,
sie werden uns immer an dich erinnern
und glücklich und traurig machen
und dich nicht vergessen lassen.

Gelöst von allen Freuden,
befreit von jedem Schmerz.

Glücklich sind wir zwei gegangen,
immer gleichen Schritts.
Was du vom Schicksal hast empfangen,
ich empfind es mit.
Doch nun heist es Abschied nehmen
und mir wird so bang.
Jeder muß allein gehen
seinen letzten Gang.

Hab Dank für deine Zeit,
hab Dank für deine Freundlichkeit.
Für die Arbeit deiner Hände,
für den Mut, der Widerstände
überwindet und alle Engstirnigkeit.
Hab Dank für deine Zeit!

Hier ist die Grenze des Lebens, nicht der Liebe.

Ich bin bei Dir, du seist auch noch so ferne, du bist mir nah!
Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne. O wärst Du da!
von (J.W.v. Goethe)

Ich gehe langsam aus der Welt heraus
in eine Landschaft jenseits aller Ferne,
und was ich war und bin und was ich bleibe
geht mit mir ohne Ungeduld und Eile
in ein bisher noch nicht betretenes Land.
von Hans Sahl

Ich gehe zu denen, die mich liebten,
und warte auf die, die mich lieben.

Ich glaube,
dass, wenn der Tod
unsere Augen schließt,
wir in einem Lichte
stehn, von welchem
unser Sonnenlicht
nur der Schatten ist.
von Schopenhauer

Ich hab den Berg erstiegen,
der euch noch Mühe macht,
drum weinet nicht ihr Lieben,
ich hab mein Werk vollbracht.

Ich habe dich je und je geliebt; darum habe
ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.
von Jeremias 31,3

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen,
von welchen mir Hilfe kommt.
von Ps.121 Vers 1

Ich lasse mich fallen in eine heile Welt,
wo mich die Wellen der Wirklichkeit
nicht mehr so kalt umspülen.

Ich stelle mir das Sterben vor
so wie ein großes helles Tor.
Durch das wir einmal gehen werden.
Dahinter liegt der Quell des Lichts
oder das Meer, vielleicht auch nichts.
Vielleicht ein Park mit großen Bänken.
Doch eh’ nicht jemand wiederkehrt
und mich eines Besseren belehrt,
möcht ich mir doch den Himmel denken.

Ich träume, und der geliebte Mensch ist mir nahe.
Ich erwache und bin allein. Leer ist meine Welt.
Unergründlich die Tiefe die alles verschlang.
Aber die Liebe und Wärme vergangener Tage
weht zu mir herüber. Fast wie ein Trost.
von (Weöres Sandor)

Im Jubel ernten,
die mit Tränen säen,
im Lichte stehen,
die noch trauernd sind.

In der Weite des Meeres
siehst du vielleicht die zurückgelegte Meile nicht,
aber sie ist gesegelt.

In einem neuen Licht wird
deine Liebe wärmend uns umgeben
und aus der Ferne in uns weiterleben.

In unseren Herzen bist Du und bleibst Du, so lang wir leben;
lebendig, kraftvoll, liebenswert und stark.
Uns kann der Tod nicht von Dir trennen,
in unseren Herzen wirst Du immer weiterleben.

Ins Leben schleicht das Leiden
sich heimlich wie ein Dieb,
wir müssen alle scheiden
von allem, was uns lieb.

Jemanden zu lieben, denn man vergessen hat, ist schwer.
Doch jemanden zu vergessen, den mann geliebt hat, ist unmöglich.

Keiner wird gefragt, wann es ihm recht ist,
Abschied zu nehmen von Menschen,
Gewohnheiten und sich selbst.
Irgendwann plötzlich heißt es, ihn auzuhalten,
annehmen diesen Abschied,
diesen Schmerz des Sterbens.

Könnt ich klagen, könnt ich zagen?
Irre sein an dir und mir?
Nein, ich will im Busen tragen
Deinen Himmel schon allhier.
Und dies Herz, eh es zusammenbricht,
Trinkt noch Glut und schlürft noch Licht.

Lache und die Welt lacht mit dir,
weine und du bist allein.

Lasst uns Licht ins Dunkel bringen, ein Lächeln in den
Träumen-, gehofft, gekämpft und doch verloren.
Nichts wird so sein wie es einmal war.

Leben heisst, es mit etwas zu tun haben –
mit der Welt und mit sich selbst.
von Ortega y Gasset

Manch Tränlein mag wohl fallen,
das Liebe um mich weint,
ich hab’s ja auch im Leben
mit allen gut gemeint.
Und habt ihr mich versenkt,
dann lasst das Trauern sein,
und wenn ihr mein gedenkt,
dann denkt in Liebe mein.

Menschen die wir lieben bleiben für immer bei uns,
denn sie hinterlassen Spuren in unserem Leben.

Menschen treten in unser Leben und begleiten
uns eine Weile. Einige bleiben für immer,
denn sie hinterlassen ihre Spuren in unseren
Herzen.

Nicht das Freuen, nicht das Leiden
stellt den Wert des Lebens dar,
immer nur wird das entscheiden,
was der Mensch dem Menschen war.

Nicht trauern wollen wir,
dass wir dich verloren haben,
sondern auch dankbar sein,
dass wir dich so lange hatten.

Nicht trauern wollen wir,
dass wir ihn verloren haben,
sondern dankbar sein,
dass wir ihn gehabt haben.

Nichts ist gewisser als der Tod,
nichts ist ungewisser als seine Stunde.
von Anselm von Canterbury

Niemals geht man so ganz,
ein Teil von dir bleibt hier.

Niemals wirst Du ganz gehen,
in unserem Herzen wirst Du
immer einen Platz haben
und dadurch weiterleben.

Niemand kennt den Tod;
es weiß auch keiner,
ob er nicht das größte Geschenk
für den Menschen ist.
Dennoch wird er gefürchtet,
als wäre es gewiss,
dass er das Schlimmste aller Übel sei.
von Sokrates

Nun ruhe aus und schlaf in Frieden
hab immer Dank für Deine Müh.
Wenn Du auch bist von uns geschieden,
in unserem Herzen stirbst Du nie.

Nun ruhen deine fleißigen Hände
die tätig waren immer dar.
Du ahntest nicht, dass schon das Ende
so schnell für dich gekommen war.
Nun schlafe wohl und ruh`in Frieden
hab`tausend Dank für deine Müh`;
und bist du auch von uns geschieden
in unseren Herzen stirbst du nie.

Nun, gute Mutter, ruh in Frieden,
hab vielen Dank für Sorg und Müh,
Du bist von uns nun weggeschieden,
vergessen werden wir Dich nie.

Nur Arbeit war dein Leben, nie dachtest du an dich,
für deine Lieben streben, war deine höchste Pflicht.

Nur wer vergessen wird, ist tot.
Du wirst leben.

O, wie schön ist deine Welt,
Vater, wenn sie golden Strahlet!
Wenn dein Glanz herniederfällt
Und den Staub mit Schimmer malet,
Wenn das Rot, das in der Wolke blinkt,
In mein stilles Fenster sinkt!

Obwohl wir dir die Ruhe gönnen,
ist voller Trauer unser Herz.
Dich leiden sehen und nicht helfen können,
war für uns der größte Schmerz.

Obwohl wir dir die Ruhe gönnen,
ist voller Trauer unser Herz.
Dich leiden sehn, nicht helfen können,
das war uns der größte Schmerz.

Ruhe sanft und schlaf in Frieden,
hab vielen Dank für Deine Müh,
wenn Du auch bist von uns geschieden,
in unserem Herzen stirbst Du nie.

Schlicht und einfach war dein Leben,
treu und fleissig deine Hand,
für die Deinen nur zu streben,
weiter hast du nichts gekannt.

Schlussstück
Der Tod ist gross.
Wir sind die SeinenVLachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.

Schmerzlich ist der Abschied,
doch dich von deinem Leiden erlöst zu
wissen gibt uns Trost..

Schmerzlich ist für uns Dein Scheiden,
viel zu früh uns noch Dein Tod.
Doch bist Du befreit vom Leiden,
befreit von jeder Erdennot.

Schon Lange drohten dunkle Schatten,
dass du bald würdest von uns gehen.
Wir danken dir, dass wir dich hatten,
dein Bild wird immer vor uns stehen.

Schon lange drohten große Schatten,
dass du würdest von uns gehen.
Wir danken dir, dass wir dich hatten,
dein Bild wird immer vor uns stehen.
Dich zu verlieren ist sehr schwer,
doch ohne dich zu leben noch viel mehr.

Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die
Krone des Lebens geben.

Sie ist nun frei
und unsere Tränen
wünschen ihr Glück.
von Goethe

So wie der Wind mit den Bäumen spielt,
so spielt das Schicksal mit den Menschen.
Man sieht sich, man lernt sich kennen,
gewinnt sich lieb und muß sich trennen.
Der Mensch kann viel ertragen und erleiden,
er kann vom Liebsten, was er hat,
in Wehmut scheiden,
er kann die Sonne meiden und das Licht,
doch vergessen, was er einst geliebt,
das kann er nicht.

Stets bescheiden, allen helfen,
so hat jeder dich gekannt.
Friede sei dir nun gegeben,
schlafe wohl und habe Dank.

Trauert nicht um mich,
freuet euch, dass ich den Frieden habe.

Tretet her, meine Lieben,
nehmet Abschied, weint nicht mehr.
Heilung ward`mir beschieden,
meine Leiden war`n zu schwer.

Überall sind Spuren deines Lebens,
Gedanken, Bilder, Augenblicke und Gefühle.
Sie werden uns immer an dich erinnern.

Und dann gibt es noch die längst
vergangene Umarmung,
die voller Sehnsucht,
die im Innersten des Herzens.
Diese Umarmung bleibt unvergessen.

Und immer sind da Spuren Deines Lebens,
die uns an Dich erinnern und glauben lassen,
dass Du bei uns bist.

Und immer sind irgendwo Spuren deines Lebens,
Gedanken, Bilder, Augenblicke und Gefühle.
Sie werden uns immer an dich erinnern
und dich dadurch nie vergessen lassen.

Und meine Seele spannte,
weit ihre Flügel aus.
Flog durch die stillen Lande,
als flöge sie nach Haus.
von Josef von Eichendorff

Unser Herz will Dich halten,
unsere Liebe Dich umfangen.
Unser Verstand muss Dich gehen lassen,
denn Deine Kraft war zu Ende
und Deine Erlösung war eine Gnade,

Unser Leben führt uns mit raschen Schritten von der Geburt bis zum Tode.
In dieser kurzen Zeitspanne ist es die Bestimmung des Menschen,
für das Wohl der Gemeinschaft, deren Mitglied er ist, zu arbeiten.
von Friedrich der Große 1712-1786

Unser Leben währet siebenzig Jahre
und wenn es hoch kommt so sind es achtzig Jahre
und wenn es köstlich gewesen ist so ist es Mühe
und Arbeit gewesen.
von Ps. 90 V.10

Von der Erde gegangen,
im Herzen geblieben.

Was Du im Leben hast gegeben,
dafür ist jeder Dank zu klein,
Du hast gesorgt für Deine Lieben,
tagaus, tagein.
Dein gutes Herz hat aufgehört zu schlagen,
Du wolltest doch so gern noch bei uns sein,
schwer ist es diesen Schmerz zu tragen,
denn ohne Dich wir alles anders sein.

Was du im Leben hast gegeben,
dafür ist jeder Dank zu klein.
Du hast gesorgt für deine Lieben
von früh bis spät, tagaus, tagein.
Du warst im Leben so bescheiden,
nur Pflicht und Arbeit kanntest du.
Mit allem warst du stets zufrieden,
nun schlafe sanft in stiller Ruh’.

Was du im Leben hast gegeben,
dafür ist jeder Dank zu klein.
Was wir an dir verloren haben,
das wissen wir nur ganz allein.

Was ein Mensch an Gutem
in die Welt hinausgibt,
geht nicht verloren.
von Albert Schweitzer

Was ich getan in meinem Leben,
ich tat es nur für euch.
Was ich gekonnt, hab ich gegeben,
das war mein höchstes Streben.

Weinet nicht an meinem Grabe,
gönnet mir die ew’ge Ruh’,
denkt was ich gelitten habe,
eh’ ich schloß die Augen zu.

Weinet nicht, dass ich von euch gehe,
seid dankbar,
dass ich so lange bei euch war.

Weinet nicht, ich hab’ es überwunden,
bin befreit von meiner Qual,
doch lasset mich in stillen Stunden
bei euch sein so manches Mal.
Was ich getan in meinem Leben,
das tat ich nur für euch, was ich gekonnt,
hab’ ich gegeben,
als Dank – bleibt einig unter euch.

Weinet nicht, ich hab’ es überwunden,
Ich bin erlöst von Schmerz und Pein,
denkt gern zurückan mich in schönen Stunden
und laßt mich in Gedanken bei euch sein.

Weinet nicht, ich hab’s überwunden,
bin befreit von meiner Qual,
doch lasst mich in stillen Stunden
bei euch sein so manches Mal.

Wenn die Kraft versiegt,
die Sonne nicht mehr wärmt,
dann ist der ewige Frieden eine Erlösung.

Wenn die Kraft zu Ende geht,
ist die Erlösung eine Gnade.

Wenn Du an mich denkst,
erinnere dich an die Stunde,
in welcher du mich am liebsten hattest.
von (Rainer Maria Rilke)

Wenn Du an mich denkst,
erinnere Dich an die Stunde,
in welcher Du mich mich am liebsten hattest.
von Rainer Maria Rilke

Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust,
wird es dir sein, als lachten die Sterne,
weil ich auf einem von ihnen wohne.

Wenn durch einen Menschen
ein wenig mehr Liebe und Güte,
ein wenig mehr Licht und Wahrheit
in der Welt war,
dann hat sein Leben einen Sinn gehabt.

Wenn durch einen Menschen
ein wenig mehr Liebe und Güte,
ein wenig mehr Licht und Wahrheit
in der Welt war,
hat sein Leben einen Sinn gehabt.

Wenn einer eine Blume liebt,
die es nur ein einziges Mal gibt
auf allen Millionen und Millionen Sternen,
dann genügt es ihm völlig, dass er zu ihnen
hinaufschaut, um glücklich zu sein.
von (Antoine de Saint-Exupèry)

Wenn ihr mich sucht,
sucht mich in euren Herzen.
Habe ich dort eine Bleibe gefunden,
lebe ich in euch weiter.

Wenn wir bei Nacht in den Himmel schauen,
scheint es uns, als lachen alle Sterne,
weil du in einem von ihnen wohnst.
Du bist ins Leere entschwunden,
aber im Blau des Himmels hast du
eine unfaßbare Spur zurückgelassen.

Wenn wir die auch die Ruhe gönnen,
so ist voll Trauer unser Herz;
dich leiden sehen und nicht helfen können
war unser allergrößter Schmerz.

Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt,
der ist nicht tot, der ist nur fern;
tot ist nur, wer vergessen wird.
von (Immanuel Kant)

Wer so gelebt wie du im Leben,
wer so erfüllte seine Pflicht,
wer stets sein Bestes hergegeben,
der stirbt auch seelbst im Tode nicht.

Wer so gewirkt, wie du im Leben,
wer so wie du erfüllte seine Pflicht,
wer stets sein Bestes hat gegeben,
stirbt selbst im Tode nicht.

Wer treu gewirkt, bis ihm die Kraft gebricht
und liebend stirbt, den vergisst man nicht.

Wer treu gewirkt,
bis ihm das Auge bricht,
und liebend stirbt,
ja, den vergißt man nicht

Wir gingen zusammen im Sonnenschein.
Wir gingen in Sturm und Regen.
Doch niemals einer von uns allein
auf unseren Lebenswegen.

Wir können nicht mehr miteinander reden
nicht mehr miteinander lachen.
Wir können unseren Weg nicht mehr gemeinsam gehen.
Was bleibt ist Liebe und Erinnerung.

Wir müssen Abschied nehmen,ein erfülltes Leben ging zu Ende.
Uns bleiben Erinnerungen und Dankbarkeit.

Wir sind traurig, dass Du gingst,
aber dankbar, dass es Dich gab.
Unsere Gedanken kehren in Liebe
immer zu Dir zurück.

Wir sind vom gleichen Stoff,
aus dem die Träume sind
und unser kurzes Leben ist eingebettet
in einen langen Schlaf.
von Shakespeare

Wohl dem Menschen,
wenn er gelernt hat zu ertragen,
was er nicht ändern kann,
und preiszugeben mit Würde,
was er nicht retten kann.

Zu meiner Todesstunde
wünsche ich mir,
leise gehen zu dürfen,
ruhig einzutauchen in das Licht,
von dem ich manchmal träume.
von Margot Bickel