Checkliste Hinterbliebene

Der Verlust eines Angehörigen oder Bekannten ist schwer zu verarbeiten. Hier finden Sie als Leidtragende und Hinterbliebene hilfreiche Ratschläge und Direkthilfe…

Checkliste: Im Todesfall
Sie finden hier schnell und übersichtlich eine Zusammenstellung der wichtigsten Schritte im Todesfall.

Was ist zu tun?
1. Tod durch Arzt bestätigen lassen
2. Nächste Angehörige benachrichtigen
3. Bestattungsart & -ort festlegen und organisieren
4. Zivilstands- / Bestattungsamt kontaktieren
5. Arbeitgeber und Vereine informieren
6. Bestattung und Abdankung vorbereiten
7. Todesanzeige / Leidzirkulare erstellen
8. Leidmahl organisieren
9. Testamente beiziehen

Todesanzeige
1. Wo aufgeben?
2. Muster
3. Kosten
4. Bekannte informieren

Bestattung 
1. Bestattungsart
2. Ort, Zeit
3. Wer spricht?
4. Wen einladen?
5. Wie einladen?
6. Essen organisieren
7. Überführung

Meine Trauer
1. Phasen der Trauer
2. Medikamente nehmen?
3. Mit wem reden?
4. Wieder arbeiten?
5. Andere trösten

Checkliste: Nach dem Todesfall
Die Bewältigung der traurigen Momente nach dem Tod eines vertrauten Menschen ist schwer und lange andauernd. Auch in der Trauerzeit nach der Bestattung gibt es einige organisatorische Punkte, mit denen Sie sich auseinandersetzen sollten.

Danksagung
1. Wo aufgeben?
2. Muster
3. Kosten
4. Bekannte informieren

Haushaltauflösung 
Schulden übernehmen?
Was wegwerfen?
Wie aufteilen?
Versicherungen, Banken, Post und weitere Ämter benachrichtigen

Trauerbewältigung
1. Was ist normal?
2. Wer kann helfen?
3. Mit wem reden?
4. Wie wieder Lebenskraft schöpfen?

Verschiedenes
Grabstein, Gedächtnisfeier, Erbschaft, Testamentseröffnung

 

Geldspende

Spendenorganisation (Auswahl)

Rund 1,2 Millliarden Franken spenden Schweizerinnen und Schweizer jährlich für gemeinnützige Organisationen. Schweizer und Schweizerinnen sind grosszügige Spender. 49 Prozent der Bevölkerung spendet regelmässig (Deutschland: 39 Prozent), dies ergab die Umfrage einer führenden Unternehmensberatung.

Mortalino baut nun eine Brücke zwischen Menschen, die helfen wollen, und jenen, die helfen können.

Wir legen grössten Wert darauf, dass nur seriöse Hilfswerke aufgeführt werden, Sie finden deshalb ausschliesslich seriöse Organisationen und unsere Partnerfirmen in unseren Verzeichnissen.

Spenden auch Sie. Durch Ihre Geld-, Sach- oder auch Zeitspende bewegen Sie ganz persönlich etwas in dieser Welt. Ihre Spende macht die Welt lebenswerter für viele.

Terre des hommes Schweiz, PC 10-11504-8 Schweizerische Krebsliga, PC-30-4843-9
Procap, PC 46-1809-1 Caritas Schweiz, PC 60-7000-4
Amnesty International, PC-30-3417-8 Beatocello, Dr. Beat Richner, PC-80-60699-1
REGA, PC-80-55909-6 Aidshilfe Schweiz, PC-80-23678-6
Fastenopfer, PC-60-19191-7 Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), PC-12-5527-6
Greenpeace, PC-80-6222-8 Schweizer Berghilfe, PC-80-32443-2
miva – transportiert Hilfe, PC 90-800 000-0

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Todesanzeigen im Wandel der Zeit

Es gibt ein Leben nach der Todesanzeige

Die Zeitungen im Zeitalter des souveränen Konsumenten

Nach der Jahrtausendwende ist die Tagespresse in starke Turbulenzen geraten. In ihrer Krise spiegelt sich der ungeheure Wandel der gesamten Medienlandschaft in den vergangenen 25 Jahren. Journalismus wird zunehmend eine Dienstleistung.

Einst waren Tageszeitungen mehr als ein blosses Informations- und Kommunikationsmittel. Nach der täglichen Lektüre fanden sie vielfältige Verwendung im Alltag, sei es, um nasse Schuhe auszutrocknen, den Ochsnerkübel auszulegen, beim Kartoffelschälen die Hülsen aufzufangen, auf dem Markt Nahrungsmittel einzuwickeln – oder eine lästige Fliege zu erschlagen. Schön zurechtgeschnitten, waren Zeitungen auch auf der Toilette nützlich. Was an Papier im Haushalt noch übrig blieb, wurde schliesslich von gemeinnützigen Organisationen eingesammelt. Der Verkauf von Altpapier brachte Geld ein. Dieser Kreislauf funktioniert nicht mehr. Die Konsumgesellschaft erfand Abfallsäcke, Toiletten- und Einwickelpapier, um das Alltagsleben komfortabler zu machen. Gelesene Zeitungen wurden nutzlos. Deren Entsorgung ist kein Geschäft mehr, sondern ein Kostenfaktor. Und als die Pendlerblätter aufkamen, wurden die in den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelassenen Informationsfetzen gar zur ästhetischen und physischen Belästigung.

Massiver Einbruch
Diese Erinnerungen an untergegangene Lebenswelten veranschaulichen den Umbruch, den die Tageszeitungen zurzeit durchmachen. Zur Jahrtausendwende erlebte die Presse zwar nochmals goldene Zeiten. Die Ausgaben waren prallvoll von Inseraten. Nach 2001 änderte sich die Situation aber jäh. Im Jahre 2000 publizierte die Schweizer Tagespresse 231 700 Inserateseiten. Vier Jahre später waren es noch 120 200 Seiten. Proportional noch markanter war in dieser Phase der Rückgang der Stelleninserate, und zwar von 52 700 auf 15 500 Seiten. Ähnlich dramatische Einbrüche verzeichneten die ausländischen Tageszeitungen, insbesondere die überregionalen Titel. Die Verlage waren gezwungen, die Budgets um bis zu 30 Prozent zu kürzen. Blätter gerieten in Liquiditätsengpässe. Einige Titel wie die «Frankfurter Rundschau» oder die «Libération» kämpfen auch jetzt noch um ihr Überleben. Angesichts der Existenznöte im Blätterwald ertönten medienpolitische Notrufe. Ein wichtiger Pfeiler der demokratischen Gesellschaften sei in Gefahr, hiess es. Andere sahen ihre schon früher gemachte Diagnose bestätigt, dass die Tagespresse nach der Internet-Revolution ohnehin dem Untergang geweiht sei.

Die Krise der Tagespresse ist demokratiepolitisch zweifellos bedeutsam. Die Zeitungen waren ein wesentlicher Faktor bei der Entstehung der westeuropäischen Demokratien. Sie sind nach wie vor ein zentrales Forum der Informationsvermittlung und der politischen Meinungsbildung. Der Zürcher Publizistikprofessor Otfried Jarren formuliert es so: «Die Tageszeitungen gehören wie politische Parteien, Verbände, Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen oder kirchliche Institutionen zur sozialen Infrastruktur unserer Gesellschaft.» Ihnen komme eine nicht unerhebliche Binde- und Integrationsfunktion für die Gesamtgesellschaft zu. Der Niedergang der Presse würde also auch die Gesellschaft massiv tangieren.

Immer noch starke Position
Doch die Verfallstheoretiker übertreiben. Sie übersehen, dass viele Blätter weiterhin respektable Renditen realisieren und zumindest in den «Zeitungsländern» – England, Deutschland, Skandinavien, Schweiz – über eine starke, gar dominierende Position verfügen. Hierzulande beträgt der Anteil der Tageszeitungen an den Umsätzen der klassischen Werbung im laufenden Jahr etwa 44 Prozent; das Fernsehen erzielt einen Marktanteil von 23 Prozent. Die Deutschschweizer Tagespresse erreicht immer noch gut 80 Prozent der Bevölkerung. Aber zweifellos: Werbemarktanteile und Reichweiten sinken, während die elektronischen Medienmärkte zulegen. Noch 1997 wurden die Tageszeitungen von 86 Prozent der Deutschschweizer gelesen. International gesehen sind die Tendenzen ähnlich.

Der dramatische Einbruch nach der Jahrtausendwende ist allerdings bloss Teil eines schleichenden Prozesses, der seit einem Vierteljahrhundert wirksam ist und wesentlich durch die technischen Entwicklungen im elektronischen Bereich geprägt ist. Darin sind wichtige Gründe für die Schwierigkeiten der klassischen Tagespresse zu suchen. Explosion der Medienangebote, Internationalisierung, Beschleunigung, Segmentierung, Individualisierung und Rückgang der Lesekultur sind dazu die Stichworte.

Ab den 1980er Jahren zeichnete sich ab, dass die bisher von öffentlichen Rundfunkanstalten dominierte Fernsehlandschaft umgepflügt werden würde. Die Möglichkeit, Fernsehprogramme über Satelliten zu übertragen und individuell zu empfangen, musste die Monopole der öffentlichen Sender sprengen. Eine autarke nationale Rundfunkpolitik war nicht mehr durchsetzbar, die Zulassung privater Sender nicht mehr aufzuhalten. Als Folge vermehrten sich die Programme explosionsartig. Es entstand ein milliardenschwerer Markt mit international tätigen Fernsehgruppen wie RTL und Canal plus, die ihre Angebote nach klar kommerziellen Gesichtspunkten ausrichten.

Das wiederum führte zu einer Aufweichung der Eckpunkte der klassischen Publizistik. Die wachsende Konkurrenz unter den Medien erzwang eine stärkere Ausrichtung auf die Konsumenten. Information verlor dadurch an Bedeutung. Um den immer ungeduldigeren, nun mit einer Fernbedienung bewaffneten Konsumenten vom Umschalten abzuhalten, musste die Information zusehends unterhaltend und leicht konsumierbar präsentiert werden. Denn die neuen Techniken der Zuschauerforschung erlaubten nun eine tägliche Überprüfung dessen, wie die jeweiligen Angebote genutzt werden. Eine Technik übrigens, die im Umfeld der SRG-Forschung mitentwickelt und international vermarktet wurde.

Aber nicht nur das. Die wachsenden Übertragungskapazitäten erweiterten die Meinungs-, Informations- und Unterhaltungsforen zu audiovisuellen Märkten, wo auf speziellen Kanälen Konsumgüter, Reisen, Glücksspiele und auch Liebesbeziehungen gehandelt werden. Und das mit kommerziellem Erfolg. Zehn Jahre nach dem Start der ersten Teleshopping-Sender in Deutschland werden in diesem Sektor bereits über eine Milliarde Euro umgesetzt. Einen weiteren ungeheuren Innovationsschub löste ab Mitte der neunziger Jahre das Internet aus, das sich rasant zu einem Massenmedium entwickelte. Inzwischen nutzen bereits 54 Prozent der Schweizer das Netz der Netze mehrmals pro Woche. Überdies verfügen inzwischen 17 Prozent der Bevölkerung über einen Breitbandanschluss. Ein solcher erlaubt es, ohne Zeitverzögerung grosse Datenmengen abzurufen. Das Internet wandelt sich damit von einem textorientierten zu einem durch Bilder und Filme bestimmten Medium. Auch das zwingt die Tageszeitungen, die das Internet als Kommunikationsmittel verwenden, zu einem härteren Kampf um die Aufmerksamkeit der Nutzer. Überdies bedrohen neue Akteure ein traditionelles Geschäftsfeld der Presse, indem sie Websites für Kleinanzeigen starteten.

Konsumenten mit grösserem Spielraum
Ebenso bedeutsam sind die interaktiven Möglichkeiten, die sich mit den digitalen Techniken auftun. Sei es über Internet, über Mobiltelefon oder über Fernsehgeräte mit Zusatzgeräten für die effizientere Programmauswahl: Der Handlungsspielraum des Konsumenten erweitert sich beträchtlich. Er kann nach eigenem Gutdünken aus einer Vielzahl von Angeboten sein je eigenes Menu zusammenstellen.

Das gilt ebenso für den Informationsbereich. Die neuen technischen Dispositive nivellieren das Wissensgefälle zwischen Nachrichtenherstellern und den Konsumenten. Diese sind nun in der Lage, dank Internet-Suchmaschinen wie Google innert kurzer Zeit Informationen aller Art zusammenzutragen, ohne dass sie zuvor von einem professionellen Anbieter gebündelt worden wären. Gratis verfügbare Informationen gibt es zuhauf. Die Schwellen zum Eintritt in den Medienmarkt sind nun tiefer. Wer sich wiederum mit einem Anliegen an die Öffentlichkeit wenden will, ist bedeutend weniger abhängig von der Bereitschaft einer Redaktion, die jeweilige Botschaft zu verbreiten. Bereits gibt es unzählige Web-Tagebücher, sogenannte Blogs, die in den USA teilweise sogar einen gewissen kommerziellen Erfolg verbuchen. Vor allem aber wirken sie aufs klassische Mediensystem ein, indem sie Gerüchte und Neuigkeiten verbreiten, die von den Journalisten aufgegriffen werden. Die Blog-Aktivsten beteiligen sich in den USA vehement an den weltanschaulichen Kämpfen um die Rechts- beziehungsweise Linkslastigkeit der klassischen Medien. Sie skandalisierten Journalisten wegen angeblicher Fehler, und es kam zu Rücktritten. Das sind die Trophäen der Blogs.

Die genannten Entwicklungen haben die souveräne Position der Medien als Überbringer von Botschaften erschüttert. Allein schon die Riesenmenge an Informations-, Unterhaltungs- und Konsumangeboten führte zu einem Bedeutungsverlust der traditionellen Anbieter. Das bedeutet, dass auch die Tageszeitungen gezwungen sind, vermehrt kundenorientiert zu denken und sich am Mehrheitsgeschmack zu orientieren. Gleichzeitig wachsen die Ansprüche ans Marketing, um beim emanzipierten Konsumenten überhaupt Gehör zu finden. Der Mentalitätswandel bei der Presse spiegelt sich darin, dass nun vermehrt Forschungsmittel eingesetzt werden, die – analog zur Messung der Einschaltquoten – kurzfristige Erkenntnisse über das Leserverhalten versprechen. So verwenden einige Regionalblätter den sogenannten Readerscan (der ebenfalls in der Schweiz entwickelt wurde). Das Gerät registriert jene Artikel und Textteile, die von einem Testpublikum als gelesen markiert wurden. Die Daten können tagesaktuell ausgewertet werden. Sie prägen entsprechend das publizistische Angebot.

Diese Faktoren verändern das Selbstverständnis der klassischen Pressetitel, die bisher auf paternalistische Weise das Publikum mit Lesestoff versorgten. Die Journalisten als Wachhunde der Demokratie und Anwälte des Staatsbürgers werden zusehends zu Dienstleistern für Konsumenten. Fluchtpunkt dieser Entwicklung sind die Pendlerzeitungen, die zurzeit weltweit die Agglomerationen erobern und im Pressesektor als einzige kräftige Wachstumszahlen verzeichnen. Diese Protagonisten der McDonald’s-Publizistik kennen keine staatspolitischen Verpflichtungen. Vielmehr versorgen sie den noch schlaftrunkenen Pendler mit leicht konsumierbarer Ware. Das journalistische Kalkül orientiert sich nach kommerziellen Kriterien.

Hilfe für Überforderte
Die Demokratisierung des Medienkonsums droht indessen die Nutzer zu überfordern. Sie brauchen einen starken Orientierungssinn, um im anschwellenden Medienlärm ihre Ziele nicht aus dem Auge zu verlieren. Darum werden viele auch künftig den Datendschungel zu meiden versuchen, lieber ins Sofa sinken und sich berieseln lassen – oder sich auf die Dienste professioneller Informationsverarbeiter verlassen. Aus diesem Grund werden die klassischen Medien als Anbieter von kompakten Angeboten ihre Bedeutung behalten, seien dies nun die televisuellen Unterhaltungsdampfer oder eben die Pressetitel. Letztere sind als Vermittler von Orientierungswissen mit Tiefenschärfe kaum durch ein anderes Medium ersetzbar. Ob sie langfristig auf «echtem» oder nur noch auf elektronischem Papier erscheinen werden, bleibt eine zweitrangige Frage. Aber mit Marktanteils- und Reichweitenverlusten haben insbesondere die Tageszeitungen wohl weiterhin zu rechnen. Und sie müssen sich wie alle Akteure auf unübersichtlichere, instabilere und unberechenbarere (Medien-)Umweltbedingungen einrichten.

Trauernde – im Todesfall

Kondolenz 

Es ist schwer, Worte zu finden, wenn man erfährt, dass ein Freund, ein Verwandter oder Kollege jemanden ihm Nahestehenden verloren hat. Was soll man sagen?

Das Beste, was Sie tun können, ist den Schmerz zu teilen. Hören Sie zu und versuchen Sie auch mit dem Angehörigen über den Verlust zu reden. Geben Sie dem Hinterbliebenen Raum zu erzählen, wie er sich fühlt und gehen Sie auch auf seine Gefühle ein. Es kann auch hilfreich sein, wenn Sie ihm über ihre eigenen Erlebnisse in ähnlichen Situationen erzählen.

Fragen Sie auch was Sie tun können. Vielfach helfen auch kleine, nette Gesten (z.B. Mithilfe bei der Organisation der Abdankung, Kochen in den ersten Tagen, Schlafen im gleichen Haus, Kinder beaufsichtigen).

Wenn Sie schriftlich Kondolieren, sollten Sie persönlich und warmherzig sein und in der Erinnerung vielleicht auf Charaktereigenschaften oder zusammen Erlebtes eingehen. Sofern Sie nicht viel über den verstorbenen Menschen wissen, kann etwas kürzeres geschrieben werden wie z.B. „wir sind mit unseren Gebeten bei Euch“ oder „ich bin in Gedanken mitfühlend bei Euch“. Wir haben für Sie einige Mustertexte zusammengestellt. Weitere Tipps erhalten Sie auch aus der Literatur (Kondolenzbriefe).

Experten in Fragen der Etikette sind der Meinung, handschriftliche kurze Briefe seien herzlicher und wärmer. Aber für jeden, der wirklich nicht weiss, was er sagen soll, wird eine schöne Beileidskarte mit einem kurzen sinnreichen Spruch oder ein paar kurzen Worten genügen.

Eine Trauerrede ist die wohlwollende Würdigung des Lebens des Verstorbenen. Vor den geistigen Augen der Zuhörer sollte noch einmal die Persönlichkeit des Entschlafenen zu sehen sein, mit all seinen Verdiensten und mit all seinen Leistungen und Stärken – und zwar bezüglich aller Bereiche des menschlichen Lebens.

Drücken Sie anderen Ihre Kondolenz und Trauer aus mit…
– einer
elektronischen oder einer papierbasierten Kondolenzkarte
– einer Blumenspende
– einer Karte und Geldpende anstelle einer Blumenspende (geistige Blumenspende)
Geldspenden an wohltätige Organisationen.

Todesanzeige

1. Wo aufgeben?
2. Muster
3. Kosten

Wie werden Todesanzeigen in der Zeitung genannt?


Synonym für Todesanzeige?

Wie werden Todesanzeigen in der Zeitung genannt?

Todesanzeigen werden in der Zeitung "Todesanzeigen" genannt und sind in der Rubrik "Todesanzeigen" zu finden.

Für Todesanzeigen gibt es viele Synonyme: Nachruf, Traueranzeigen, Traueranzeige, Todesannonce, Parte, in Memoriam, Beileidsbekundungen.

Todesanzeigen müssen neben inhaltlichen auch formalen Kriterien genügen. Da die Anzeigengröße maßgeblich den Preis bestimmt, muss man sich bei der Textgestaltung deutlich kürzer fassen als in einem entsprechenden Trauerbrief.

Todesanzeigen werden in den Tageszeitungen als öffentliche Bekanntgabe des Todes veröffentlicht, während Trauerbriefe an ausgewählte, dem Verstorbenen auf unterschiedliche Art Nahestehende versendet werden. Trauerbriefe informieren die Angehörigen, Verwandte, Bekannte und Freunde über den Todesfall. Ein Trauerbrief wird so gefaltet, dass die Schrift innen liegt.

Die Zeitungsanzeige sollte an dem Tag erscheinen, an dem auch die Trauerbriefe bei den angeschriebenen Personen eintreffen, es sei denn, die Familie möchte nur einen ausgewählten Personenkreis an der Beerdigung teilnehmen lassen, dann sollten die Briefe mit Angabe des Beerdigungstermins vorab verschickt werden.

Die Zeitungsanzeige sollte dann nach der Beerdigung mit folgendem oder ähnlichem Text erscheinen: "Die Beerdigung (oder Trauerfeier) hat im engsten Familien- und Freundeskreis stattgefunden." Diese Abwicklung sollte in der Familie genauestens überlegt werden, da sie leicht zu Unstimmigkeiten innerhalb der Familie und/oder des Freundeskreises führen kann, wenn der Eine mit einen Trauerbrief bedacht wird und ein Anderer nicht.

Einige Tageszeitungen publizieren Trauer- und Todesanzeigen im Internet.

Todesanzeigen online

Die richtigen Worte für eine Todesanzeige sind schwer zu formulieren.  Zunächst ist es natürlich verständlich, dass die Nachricht vom Tode eines nahen Menschen einen grossen Schock bei den Hinterbliebenen auslöst. Der von einem Todesfall Betroffene fühlt sich in den ersten Stunden häufig derartig gelähmt, dass er zu überhaupt keinen Gefühlsregungen fähig ist. Lange herrscht der Ausdruck der Ungläubigkeit vor, nicht wahrhaben zu können und auch nicht wahrhaben zu wollen, was da eigentlich geschehen ist. Der Verlust ist noch gar nicht zu (er-)fassen.
 
Der Tod eines geliebten Menschen trifft uns oft unvorbereitet. Er macht uns traurig und nachdenklich, und zeigt uns die Endlichkeit des Lebens. Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf einen Verlust, hat seine eigene Art ihn zu verarbeiten.
 
Mit einem Trauerfall kommen auch einige wichtige Entscheidungen auf die Angehörigen zu – die Gestaltung von Todesanzeigen und Nachrufen, welche Art der Bestattung, die Wahl der Trauerfeier, und nicht zuletzt die Erledigung der gesetzlich vorgeschriebenen Formalitäten
Ein Blick in die privaten Todesanzeigen der Tageszeitungen lässt erkennen, wie komplex viele Todesanzeigen aufgebaut
sind. Dabei zeigt sich ein Grundmuster dessen, was thematisiert wird:
1. Den eingetretenen Todesfall öffentlich bekannt geben:
Namen, Lebensdaten, Termin, Ort undArt der Bestattung veröffentlichen.

2. Die Todesanzeige als Sterbeanzeige aufgeben: Umstandsbestimmungen des Todesortes, der Zeit, der Art und Weise hinzufügen.

3. Die Todesanzeige als Traueranzeige entwerfen: Reaktionen der Trauernden auf den Todeseintritt hervorheben.
4. Die Todesanzeige als Lebensanzeige konzipieren: Würdigung der Persönlichkeit, der Verdienste, des Lebenswerks unterstreichen.
5. Die Todesanzeige als Transzendenzanzeige aufsetzen: Hoffnung des Glaubens, der Religion, Philosophie akzentuieren.
6. Die Todesanzeige als Danksagung schreiben: Dank an die begleitenden ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter ausdrücken.
7. Die Todesanzeige als selbst formulierter Nachruf: Wortlaut wird in Ichform zu Lebzeiten selbst verfasst.
 
Todesanzeigen müssen neben inhaltlichen auch formalen Kriterien genügen.
 
Vorschläge für Trauer- und Kondolenzsprüche, Texte für einen Beileidbrief oder einen Beileidspruch für eine Todesanzeige finden Sie auf www.mortalino.com

Blumenspende > Fragen: wann, wo, wie und wer?

Blumenspende > Fragen: wann, wo, wie und wer?

Blumenspenden sind Zeichen des Gedenkens und der Achtung für den Toten/die Tote und des Trostes für die Hinterbliebenen. Hat der/die Verstorbene zu Lebzeiten den Wunsch geäussert, anstelle von Blumenspenden z.B. eine karitative Einrichtung zu begünstigen, kann dies in der Todesanzeige bekanntgegeben werden.

Wann ?

Eine Blumenspende, sei es in Form eines Kranzes, eines Bouquets oder eines Strausses, wird üblicherweise anlässlich der Trauerfeier gegeben. Dabei wird kein Unterschied zwischen einer Erdbestattung oder einer Verabschiedung vor einer Einäscherung gemacht. Wird eine Urne in späterer Folge in eine Urnengrab gelegt, so wird die Blumenspende nach Möglichkeit an die örtlichen Gegebenheiten auf der Grabstätte Rücksicht nehmen. Zur Einäscherung im Krematorium werden Blumenspenden meist nicht mitgenommen.

Wo ?

Die Blumenspende wird in der Regel durch den Gärtner oder die Blumenhandlung vor Beginn der Zeremonie an den Aufbahrungsort gebracht. Eine Blumenspendenkarte oder eine Kondolenzkarte erleichtert es den Angehörigen in diesem Fall eine Danksagung zu widmen. Überbringt man die Blumenspende selbst, so wird am Ort der Zeremonie üblicherweise ein Mitarbeiter des Bestattungsinstituts die Blumenspende übernehmen und den Namen des Spender notieren um den Hinterbliebenen die Möglichkeit zugeben sich dafür zu bedanken. Es wird sodann dafür gesorgt, dass der letzte Blumengruss, entsprechend den örtlichen Gegebenheiten, zum Schmuck der Trauerfeier beiträgt. Es geht in der Regel aus der Todesanziege hervor ob der Aufbahrungsort gleich ist mit dem Ort der Zeremonie.

Wie ?

Die Art der Spende richtet sich ganz nach den Möglichkeiten des Spenders und der Verbundenheit zum Verstorbenen. Für enge Angehörige empfiehlt sich die Kranzspende und unter Umständen auch ein Sarggesteck welches gerne für den Ehegatten in roten Rosen oder für Enkel und/oder Urenkel in weissen Blumen gehalten wird. Schleifen aus Papier oder Seide können durchaus auch farblich auf die Blumenspende abgestimmt sein. Handsträusse als Grabbeigabe für Ehegatten, Kinder und Schwiegerkinder sind üblich. Andere Formen der Blumenspende (grosse Gestecke, Blumendecken oder besonderer Grabschmuck) sollten jedenfalls zuvor mit dem Bestatter abgesprochen werden um eine entsprechende Präsentation zu ermöglichen.
Eine besondere Form der Blumenspende ist das Wurfsträusschen welches in die Grabstätte nachgegeben wird. Es besteht in der Regel aus einer Blüte am kurzen Stil und ist mit etwas Grün hinterlegt und gebunden. Diese Form der Blumenspende wird anstatt oder mit Erde nach der Grablegung gegeben und von den Hinterbliebenen bestellt.
Die Blumenspenden werden durch einen Gärtner gebunden und normalerweise auch geliefert. Bei weiteren Entfernungen kann auch ein Blumendienst oder ein Botendienst eingesetzt werden.

Wer ?

Jeder der den Wunsch hat eine Blumenspende zu geben sollte dazu auch die Möglichkeit erhalten. Nicht jeder setzt die Spende an eine Organisation gleich mit der persönlichen Gabe einer Blumenspende.

 

 

Kondolenzschreiben

Wenn Sie schriftlich Kondolieren, sollten Sie persönlich und warmherzig sein und in der Erinnerung vielleicht auf Charaktereigenschaften oder zusammen Erlebtes eingehen. Sofern Sie nicht viel über den verstorbenen Menschen wissen kann auch ein etwas kürzeres geschrieben werden wie z.B. „wir sind mit unseren Gebeten bei Euch“ oder „ich bin in Gedanken mitfühlend bei Euch“. Sie können auch einen kleinen besinnlichen Text oder Gedicht schreiben.

Einige Beispiele:
Wir sind betroffen von der Nachricht…
Mit Bestürzung haben wir erfahren…
Heute habe ich in der Zeitung die Todesanzeige Deiner Mutter gelesen…
Der plötzliche und unverhoffte Tod Ihres Vaters hat uns betroffen gemacht.
Wir teilen Eure schmerzvoll Trauer.
Unser Mitgefühl gilt Euch und Eurer Familie.

 

Ein Beispiel ist das Kondolenzschreiben des Bundeskanzlers zum Tod des Papstes  im April 2005.

Bundeskanzler Gerhard Schröder sandte dem Dekan des Kardinalkollegiums, Seiner Eminenz Joseph Kardinal Ratzinger, folgendes Kondolenzschreiben:
Eminenz,

im Namen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland sowie der Bürgerinnen und Bürger meines Landes übermittele ich unsere tiefe Trauer und unser Mitgefühl zum Tode Seiner Heiligkeit, Johannes Paul II.

Mehr als ein Vierteljahrhundert hat Papst Johannes Paul II. Als hochgeachtetes und geliebtes Oberhaupt der katholischen Kirche durch sein unbedingtes und unermüdliches Eintreten für den Frieden, für Menschenrechte, Solidarität und soziale Gerechtigkeit gekämpft. Er hat das friedliche Zusammenwachsen Europas während seines Pontifikats in vielfacher Weise beeinflusst. Immer wieder hat er sich dafür eingesetzt, Lösungen für die Probleme der Menschheit mit Weisheit und Respekt vor den Kulturen und Traditionen der Völker zu entwickeln.
Papst Johannes Paul II. hat Geschichte geschrieben; er hat durch sein Wirken und durch seine beeindruckende Persönlichkeit unsere eine Welt verändert.

Seine Heiligkeit wusste angesichts so vieler erbitterter Konflikte immer darum, wie schwierig und zugleich unverzichtbar es ist, dem Ideal der universellen Menschlichkeit nahe zu kommen. Stets hat er darauf hingewiesen, dass die Menschheitsfamilie eine Schicksalsgemeinschaft ist.

Deshalb trat er zu Recht ein für die gemeinsame Verantwortung aller Staaten für die Gestaltung unserer Zukunft. Sein beharrlicher Einsatz für den Frieden, den Papst Johannes Paul II. mit großer Klarheit zum Ausdruck gebracht hat, hat weltweit Beachtung und breite Anerkennung gefunden.

Papst Johannes Paul II. lagen die nachfolgenden Generationen in besonderer Weise am Herzen. Junge Menschen aller Kontinente zu Weltjugendtagen zusammenzurufen, wie es in diesem Jahr in Köln zum zwanzigsten Mal geschehen wird, war seine persönliche Initiative. An die Jugend richtete er sich in seinen jährlichen Botschaften zum Weltfriedenstag ebenso wie in den Friedenstreffen und Gebeten. Für seine Heiligkeit sind junge Menschen Hoffnungsträger gewesen. Sie werden seine Botschaft weitertragen.

In stillem Gedenken

Gerhard Schröder
Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland


Danksagung

Mit der Danksagung bedankt sich die Trauerfamilie für die Anteilnahme und Verbundenheit, die sie in der schweren Zeit des Abschiednehmens erfahren durfte.

Kondolationen und Spenden von Bekannten und Verwandten sollten Sie nach der Bestattung des Verstorbenen verdanken. Vielfach werden Danksagungskarten gedruckt und versandt (Muster). Zudem wird auch eine Danksagung in den Tageszeitungen veröffentlicht.

a) Wo aufgeben?
– Danksagungskarten:
lokale Druckereibetriebe, Bestattungsinstitute
– Danksagungsanzeige in Tageszeitungen: Anzeigenabteilungen der Tageszeitungen 

b) Muster
Bitte beachten Sie bei der Aufgabe von Danksagungen folgende Angaben:
– Name und evtl. Photo der verstorbenen Person
besinnlicher Text (Gedicht, Bibelzitat etc.)
– Dank an Seelsorger, (Haus-)Ärzte, Spitex, Pflegepersonal, Altersheim, Spital
– Dank für tröstende Worte, Karten, Blumen, Geldspenden, Kränze, Zuwendungen an wohltätige Institutionen

Wir haben für Sie einige Musterkarten und Danksagungsanzeigen vorbereitet.

c) Kosten
– Danksagungskarten: je nach Auflage und Wünschen sind zwischen 0.40 bis 4 Franken pro Karte zu veranschlagen. Nähere Auskünfte erhalten Sie bei
lokalen Druckereibetrieben oder Bestattungsinstituten.
– Danksagungsanzeige in Tageszeitungen: Je nach Grösse und Zeitungen müssen Sie mit 750 bis 1500 Franken rechnen. Anfrage richten Sie direkt an
Anzeigenabteilungen der Tageszeitungen oder benutzen Sie unseren Kostenkalkulator.

Kostenkalkulator

Wie werden Preise für Inserate berechnet?

Für die Kostenberechnung einer Anzeige sind verschiedene Faktoren von Bedeutung:
– Zeitungswahl: ergibt verschiedene Millimeterpreise (Kosten pro mm der Anzeige, z.B. 1.35 CHF pro mm)
– Breite der Anzeige, ausgedrückt in Anzahl Spalten (z.B. 4 Spalten = 114 mm)
Höhe der Anzeige, z.B. 120 mm
– Je nachdem spezielle Kostenzuschläge für Photoscannen, eigene Muster (z.B. 100.– CHF).

Es ergibt sich folgende Formel für die Anzeigenkosten:

Millimeterpreis x Anzahl Spalten x Anzeigenhöhe + Kostenzuschläge = Kosten pro Inserat

Ein Beispiel soll dies verdeutlichen (mit den oben erwähnten Annahmen):

1.35 x 4 x 120 + 100 = 748 CHF.–

Zu beachten ist ebenfalls, ob die Mehrwertsteuer im Millimeterpreis schon inbegriffen ist.

Auf den Webseiten von vielen Zeitungen können Sie online die Kosten berechnen lassen, z.B.:

Aargauer Zeitung

Basler Zeitung

Berner Oberländer

Berner Zeitung (Gesamtausgabe)

Bündner Tagblatt

Der Bund

Der Zürcher Oberländer

Die Südostschweiz

Der Landbote

Neue Luzerner Zeitung

Neue Zürcher Zeitung

Schaffhauser Nachrichten

Solothurner Zeitung

St. Galler Tagblatt

Tages Anzeiger

Thuner Tagblatt